Mitte 2018 droht Vakuum Bekommt VW Osnabrück 2019 das VW T-Roc Cabrio?

Von Jörg Sanders


Osnabrück. Noch immer haben die Mitarbeiter des Osnabrücker VW-Werks keine Zusage für ein neues Modell erhalten, das das Werk so dringend benötigt. An einer Lösung wird in Wolfsburg gearbeitet. Die Osnabrücker VWler hegen die Hoffnung, ab 2019 das VW T-Roc Cabrio zu bauen.

In dem Werk gibt es das Gerücht, dass VW das offene SUV in Osnabrück bauen lässt. Es gilt als sehr wahrscheinlich – allerdings nicht mehr in diesem Jahr, sondern wohl erst 2019. Das Gerücht besteht schon länger, bislang galt es aber als wahrscheinlicher, dass VW das offene SUV im Golfformat in Hannover produzieren lässt.

Derzeit soll der VW-Konzern mögliche Produktionszahlen errechnen. Das T-Roc Cabrio wird kein Massenmodell werden wie ein Passat oder Golf. Das ist für den Standort Osnabrück nicht von Bedeutung, da das Werk nicht auf solche Stückzahlen ausgerichtet ist.

Cayman fällt im Sommer weg

Sollte das Cabrio 2019 in Osnabrück gebaut werden, fehlt dem Werk ein Übergangsmodell. Im Sommer dieses Jahres fällt der Porsche Cayman weg, den Porsche Cayenne verlor das Werk bereits. Porsche lässt die neue Generation des SUV im slowakischen Bratislava bauen.

Zwar sollen die Osnabrücker VWler noch in diesem Jahr den Elektrobus der VW-Tochter Moia produzieren, doch die anfangs geplante Stückzahl von 200 verbessert die Auslastung nicht wesentlich. Das Osnabrücker VW Werk hatte den Bus gemeinsam mit VW Nutzfahrzeuge Hannover in nur zehn Monaten entwickelt und gebaut.

Das Werk in Osnabrück soll wohl noch in diesem Jahr ein Übergangsmodell kriegen, nur wann und welches, ist noch unbekannt. In einigen Wochen soll es mehr Klarheit geben.

VW-Aufsichtsrat und Ministerpräsident Stephan Weil hatte den Osnabrückern für 2018 eine eigene Modellreihe zugesagt. VW investiert ferner an dem Standort in moderne Produktionsanlagen. Im November hatte es geheißen, Osnabrück werde im ersten Halbjahr dieses Jahres ein eigenes Modell erhalten.

Der Sprecher des Osnabrücker Werks teilte auf Anfrage unserer Redaktion lediglich mit, sich nicht zu internen Sachverhalten zu äußern.


Der Status quo

Derzeit produziert VW noch die erste Generation des VW Tiguan für den US-amerikanischen und kanadischen Markt, doch das dürfte bald Geschichte sein, da es dort derweil auch die zweite Generation zu kaufen gibt. Bis zum Sommer fertigt das Werk noch teilweise den Porsche Caymann – ein halbes Jahr länger als geplant – und lackiert den Škoda Fabia. 2016 hatte das Werk das VW Golf Cabrio verloren, das VW eingestellt hatte. Den erhofften Zuschlag für den E-Bus I.D. Buzz gab es nicht: VW lässt ihn in Zwickau produzieren, wo der Konzern seine Elektrosparte bündelt.