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05.02.2018, 17:59 Uhr INVESTITION INS LANDWEHRVIERTEL

Ein Stück vom Kuchen für den Osnabrücker Mittelstand

Kommentar von Sebastian Stricker

Die Entwicklung des Landwehrviertels in Osnabrück ist bislang finanzstarken Bauträgern vorbehalten. Nur sie können sich die gewaltigen Investitionen in die groß geschnittenen Teilbereiche leisten. Foto: Gert WestdörpDie Entwicklung des Landwehrviertels in Osnabrück ist bislang finanzstarken Bauträgern vorbehalten. Nur sie können sich die gewaltigen Investitionen in die groß geschnittenen Teilbereiche leisten. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Wer viel Geld in ein Geschäft steckt, will auch viel daran verdienen – und zwar so schnell wie möglich. Das gilt erst recht auf dem von Bauträgern dominierten Immobilienmarkt, mithin also auch für das Osnabrücker Landwehrviertel, immerhin größtes Baugebiet der Stadt.

800 Wohnungen sollen dort in den nächsten Jahren entstehen. Doch bislang lockt das Megaprojekt vor allem finanzstarke Investoren an. Firmen, die sich die riesigen Teilbereiche samt ihrer Bebauung locker leisten können. Unternehmen mit weniger Kapital bekommen dagegen vom Kuchen kaum etwas ab. Dabei gibt es davon gerade im örtlichen Mittelstand viele.

Die städtische Erschließungs- und Vermarktungsgesellschaft Esos als Eigentümerin des Geländes handelt deshalb klug, wenn sie die Vergabeverfahren den Belangen kleiner Bieter anpasst und Losgrößen verringert. Das gäbe der heimischen Wirtschaft die Chance, sich ebenso rentabel wie verantwortlich an der Entwicklung ihrer Stadt, ihrer Region zu beteiligen. Und würde dazu beitragen, spätere Wohnungsleerstände im Landwehrviertel zu verhindern.


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