Münchener Oktoberfest Das Wiesn-Plakat 2018 kommt aus Osnabrück

Von Jörg Sanders


pm/yjs/dpa Osnabrück. Der Sieger des diesjährigen Plakatwettbewerbs für das Oktoberfest in München kommt aus Osnabrück. Der Entwurf des Grafikers Dirk Lippmann setzte sich gegen 183 Konkurrenten durch und wird bald tausendfach Plakate, Souvenirs und Maßkrüge zieren.

10.000 Plakate, Lizenzartikel und der offizielle Serienmaßkrug: Lippmanns Entwurf überzeugte die Jury und gewann den Wettbewerb. „Ich habe mir zwar eine Chance ausgerechnet, war aber keineswegs siegessicher“, sagt der 43-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Am Donnerstagabend hatte er erfahren, dass sein Entwurf bald tausendfach zu sehen sein wird.

Jury kürte Sieger nach Abstimmung

Im vergangenen Jahr erfolgte der Wettbewerb erstmals online –jeder konnte seinen Entwurf hochladen. 184 waren es in diesem Jahr. Auf der Internetseite der Stadt München konnten Interessierte aus einer Vorauswahl von 60 Motiven entscheiden, welche 30 Entwürfe in die finale Auswahlrunde gelangten. Lippmanns Entwurf war dabei. Am Ende entschied sich die Jury, bestehend aus neun Fachpreisrichtern aus Werbung und Design sowie fünf Stadträten, für den Entwurf des Osnabrückers. 2500 Euro erhält Lippmann als Siegprämie. Wichtiger sei ihm aber die Ehre, die ihm zuteilwird.

Plakat schon im Jugendzimmer

Der 43-Jährige studierte in Münster Grafikdesign und arbeitet als Kreativdirektor in der Osnabrücker Werbeagentur Hagenhoff – bekannt für ihren Spruch „Ich komm zum Glück aus Osnabrück!“. Als Grafiker habe er sich schon immer für die Plakate des Oktoberfestes interessiert. „Als Jugendlicher, mit 15, hatte ich schon ein Plakat in meinem Zimmer hängen“, versichert er.

Leicht sei es nicht gewesen, allen Anforderungen zu entsprechen. Kleine und große Wirte müsse das Plakat repräsentieren, ebenso wie die Fahrgeschäfte und „ein bisschen auch das Bier“, berichtet Lippmann. Dennoch wollte er etwas schaffen, dass noch nicht da gewesen ist.

Zum Fassanstich eingeladen

Lippmann wurde bereits eingeladen, zur Eröffnung des Oktoberfestes beim Fassanstich dabei zu sein. Fünf bis sieben Mal war er bereits auf Deutschlands größtem Volksfest; Lederhosen, Hemd und Haferlschuhe müsse er daher nicht mehr besorgen – längst vorhanden. „Ich bin schon voll ausgerüstet und gehe wirklich darin auf.“

So feierte Lippmann seinen Sieg am Donnerstagabend mit seiner Frau – natürlich mit Oktoberfestbier und Brezen.

Der Sieger für das Oktoberfestplakat 2018 kommt vom gebürtigen Osnabrücker Dirk Lippmann. Foto: Landeshauptstadt München

Das Oktoberfest beginnt dieses Jahr am 22. September und dauert bis zum 7. Oktober.


Der Wettbewerb

Seit 1952 schreibt die Landeshauptstadt München als Veranstalterin des Oktoberfests jährlich einen Wettbewerb für das Oktoberfestplakat-Motiv aus. In diesem Jahr fand der Wettbewerb zum zweiten Mal online auf muenchen.de statt. Die Nutzer entschieden aus vorausgewählten 60 Motiven, von denen 30 Entwürfe in die finale Auswahlrunde gelangten. Insgesamt wurden 184 Entwürfe hochgeladen – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr mit 143 Entwürfen. Insgesamt verteilten 10.833 Teilnehmer insgesamt 31.431 Stimmen auf die Plakate – Mehrfachabstimmungen waren möglich.

Eine Jury wählte nach der Vorauswahl den Siegerentwurf aus – ohne Kenntnis der Einsender. Die Jury bestand aus neun Fachpreisrichtern sowie fünf Sachpreisrichtern aus dem Stadtrat. Unter anderem zählten Bürgermeister Josef Schmid als Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Peter Inselkammer als Sprecher der großen Wiesn-Wirte sowie Lorenz Stiftl als Sprecher der kleinen Wiesn-Wirte zur Jury.