„Pulse of Europe“ Osnabrück Europa-Aktivisten wollen wieder stärker in Erscheinung treten

Von Katja Steinkamp

„Pulse of Europe“ bei einer ihrer Veranstaltungen in Osnabrück (von links): Günther Hartmann, Richard Schuell, Martina Gnuschke, Bärbel Lang-Königsmann, Reinhard Richter, Željko Dragić, Ruth Hammerbacher, Michael Steinkamp, Heidelinde Lugert, Kay Königsmann und Chris Kinner. Foto: „Pulse of Europe“/Kay Königsmann„Pulse of Europe“ bei einer ihrer Veranstaltungen in Osnabrück (von links): Günther Hartmann, Richard Schuell, Martina Gnuschke, Bärbel Lang-Königsmann, Reinhard Richter, Željko Dragić, Ruth Hammerbacher, Michael Steinkamp, Heidelinde Lugert, Kay Königsmann und Chris Kinner. Foto: „Pulse of Europe“/Kay Königsmann

Osnabrück. Die Bewegung „Pulse of Europe“ setzt sich für den Erhalt und die zukunftsfähige Gestaltung eines vereinten Europas ein. Vergangenes Jahr gab es in Osnabrück regelmäßige Treffen sowie einzelne Demonstrationen vor dem Rathaus. Doch dann nahm das Interesse spürbar ab. Für 2018 soll deshalb ein neuer Plan her.

2017 seien zehn öffentliche Kundgebungen auf dem Markt sowie auf dem Platz vor dem Theater veranstaltet worden, berichtet der Alfhausener Željko Dragić, der in Osnabrück im vergangenen Jahr als treibende Kraft von „Pulse of Europe“ aufgetreten ist. Die Demonstrationen hätten bis zu 400 Teilnehmer gehabt.

„Die Bürger konnten am sogenannten ‚offenen Mikrofon‘, ihr Statement abgeben, warum sie sich für Europa einsetzen. Aber auch die Kommunalpolitiker aller Parteien Osnabrücks kamen zu Wort sowie Politiker aus Europa“, so Dragić. Ziel sei es gewesen, die Bürgerinnen und Bürger darüber zu informieren, was die Europäische Union bedeutet, welche Vorteile ein friedliches Europa hat und um populistischen Tendenzen entgegenzutreten.

Doch durch mehrere Faktoren seien die Besucherzahlen immer weiter zurückgegangen. „Für unsere Arbeitstreffen mussten wir den Standort wechseln und die Veranstaltung mehrmals terminlich verschieben, weil die Stadt selber verschiedene Veranstaltungen hatte. Im August hatten wir auch eine Sommerpause. Die Kommunikation war nicht so gut, deswegen kamen viele Menschen nicht“, sagt Dragić selbstkritisch.

Neue Planung

Bei einem Treffen im Januar in der Lagerhalle überlegten Mitglieder von „Pulse of Europe“ sowie weitere Interessierte, wie sie in Osnabrück wieder präsenter werden können. Zentrale Fragen wie „was passt zu uns nach Osnabrück?“, „wie sollen Kundgebungen gestaltet werden?“, „welche Inhalte und Formate sollen es sein?“ oder „gelingt es uns, weiter und noch mehr Unterstützer zu mobilisieren?“ wurden besprochen. Denn das Anliegen von „Pulse of Europe“ sei nach wie vor aktuell, wie Dragić betont: „Die meisten, die zu dem Treffen gekommen sind, beunruhigt die aktuelle Entwicklung rund um Europa.“

Vergleiche zu anderen Städten

Bei dem Treffen wurden außerdem Aktionsbeispiele aus anderen Städten vorgestellt. Dabei sei aufgefallen, dass die Formate und Zeiten sich von Stadt zu Stadt unterscheiden, erzählt Dragić. Es solle nun herausgefunden werden, was für Osnabrück das Richtige und Praktikable ist.

Änderungen in 2018

Die Osnabrücker „Pulse of Europa“-Aktivisten wollen für das laufende Jahr erst einmal nur drei Veranstaltungen planen und im Vorfeld immer auch ein Arbeitstreffen dazu organisieren, wie Dragić sagt. Das erste öffentliche Arbeitstreffen findet am Montag, 12. März, ab 17 Uhr im Stadtgaleriecafé statt, die dabei vorbereitete Kundgebung dann am Sonntag 1. April, ab 14 Uhr vor dem Rathaus.

Dragić möchte jedenfalls weiter am Ball bleiben, um den europäischen Gedanken am Leben zu erhalten: „Meine persönliche Aussage ist immer: Die Europäische Union ist wie eine Ehe. Alle Akteure müssen aufeinander achten, Respekt voreinander haben und daran arbeiten, dass Vertrauen und Harmonie zwischen den Eheleuten herrscht.“