OB Griesert besucht Firma Thermodyne Osnabrücker Spezialkoffer reisen um die Welt

Von Dietmar Kröger

Eine von vielen Individuallösungen (v.r.): Thermodyne-Chef Daniel Bätzel stellte Marina Heuermann und Wolfgang Griesert einen Trolley vor, der zu einem Arbeitsplatz umgebaut werden kann. Foto: Michael GründelEine von vielen Individuallösungen (v.r.): Thermodyne-Chef Daniel Bätzel stellte Marina Heuermann und Wolfgang Griesert einen Trolley vor, der zu einem Arbeitsplatz umgebaut werden kann. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Definitiv noch einen Koffer in Osnabrück hat die Firma Thermodyne. Der Spezialist für Plastikbehälter an der Nordstraße war jüngstes Ziel der regelmäßigen Oberbürgermeister-Firmenvisite. Lager- und Transportbehälter abseits handelsüblicher Stangenware sind der Broterwerb des Familienbetriebs.

Nun möchte man meinen, dass die Herstellung eines Plastikkoffers nicht gerade ein weltbewegendes Unterfangen ist. Da würde Firmenchef Daniel Bätzel auch wohl kaum widersprechen. Was aber die Thermodyne-Produkte aus der Masse der Transportmittel herausstechen und das Unternehmen damit zu einem Branchenprimus werden lässt, der so namhaften Firmen wie Lufthansa oder Rolls Royce zu seinen Kunden zählt, ist die Individualität der Produkte. „Wir erarbeiten mit dem Kunden gemeinsam Lösungen für Lagerung und Transport“, sagt Bätzel. So entstehen für eine ganze Reihe von Branchen Verpackungen, die es oft am Markt noch gar nicht gibt.

Einer der größten Kunden des Osnabrücker Unternehmens ist denn auch die Lufthansa. Deren Tochterunternehmen Lufthansa Technik setzt die Behälter für die Lagerung und den Transport zumeist hochempfindlicher Ersatzteile für Flugzeuge ein. Da lagern in einer Box auch schon mal Einbauteile mit einem Wert im sechsstelligen Eurobereich, die eines dementsprechenden Schutzes vor Transport- und Lagerschäden bedürfen. Deshalb werden nicht nur die Koffer bei Thermodyne passgenau hergestellt, sondern auch deren Schaumstoffinnenleben, das dem hochwertigen Transportgut den unbedingten Schutz gegen Stöße, Feuchtigkeit und andere Gefahren bietet.

Auch in der Medizinbranche sind die Produkte aus Gretesch gefragt. Hier sind es ebenfalls wieder Individuallösungen, mit denen sich das Osnabrücker Unternehmen von Mitbewerbern abzusetzen weiß. So wurde an der Nordstraße eine Transportbox entwickelt, die es durch ihre flexible Konstruktion zulässt, dass schwere Einbauteile eines Computertomografen ohne weitere Hilfsmittel ausgetauscht werden können. Ein Trolley, der sich mit wenigen Handgriffen zu einem mobilen Arbeitsplatz umbauen lässt, in dem sensible Messapparaturen nicht nur untergebracht, sondern auch sicher zu transportieren sind, gehört ebenfalls in die Palette individuell auf den Kunden zugeschnittener Behältnisse.

Griesert zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des Unternehmens, dass nun mittlerweile in dritter Generation existiert. Dass Seniorchef Dieter Winter für die Stadt und ihre Wirtschaftsförderung (WFO) – beim OB-Besuch vertreten durch WFO-Chefin Marina Heuermann – lobende Worte für die Unterstützung bei der Suche nach Flächen für die Expansion des Unternehmens fand, nahm Griesert gern zur Kenntnis. Die Stadt sei bemüht, weitere Gewerbegebiete zu entwickeln, was allerdings durch die nur begrenzt zur Verfügung stehenden Flächen nicht einfach sei, so Griesert.