Osnabrücker Friedensgespräch Wer herrscht über die digitalen Medien?

Von Arne Köhler

Das Osnabrücker Schloss ist am 14. Februar 2018 Schauplatz eines Osnabrücker Friedensgesprächs über die digitalen Medien. Foto: Archiv/David EbenerDas Osnabrücker Schloss ist am 14. Februar 2018 Schauplatz eines Osnabrücker Friedensgesprächs über die digitalen Medien. Foto: Archiv/David Ebener

Osnabrück. Presse und Rundfunk gelten als „vierte Gewalt“ im Staat. Aber auch von einer „fünften Gewalt“ ist zunehmend die Rede. Manche benutzen diesen Ausdruck als Synonym für den Lobbyismus, andere meinen die digitalen Medien. Um letztere geht es beim Osnabrücker Friedensgespräch mit dem Titel „Wer beherrscht die ,fünfte Gewalt‘?“ am Mittwoch, 14. Februar 2018.

Auf dem Podium in der Osnabrücker Schlossaula sitzen ab 19 Uhr der Medienwissenschaftler Professor Bernhard Pörksen von der Universität Tübingen, die Linkspartei-Bundestagsabgeordnete und Publizistin Anke Domscheit-Berg sowie Markus Beckedahl, Gründer und Chefredakteur des Webportals netzpolitik.org. Die Gesprächsleitung hat Professor Volker Lüdemann von der Hochschule Osnabrück, Leiter des Niedersächsischen Datenschutzzentrums (NDZ).

Wissenschaftler, Netzaktivistin, Journalist

„Der netzaffinen Öffentlichkeit sind die drei Podiumsgäste des ersten Osnabrücker Friedensgesprächs in diesem Jahr mehr als bekannt“, heißt es in einer Ankündigung der Geschäftsführung der Osnabrücker Friedensgespräche. Pörksen habe den Begriff der „fünften Gewalt“ für die internetbasierten „sozialen Netzwerke“ geprägt, Domscheit-Berg gehöre zu den „Netzaktivisten der ersten Stunde“, und das von Beckedahl geleitete netzpolitik.org sei einer der „diskursiven Versammlungsorte im deutschsprachigen www“.

Monopol durch Facebook & Co?

Bei dem Friedensgespräch gehe es um Machtfragen: „Können die großen US-amerikanischen Anbieter die weltweite digitale Kommunikation monopolisieren oder ist dies bereits geschehen? Setzen staatliche Gesetze einen hinreichenden Rechtsrahmen, sodass Meinungsfreiheit ebenso wie Persönlichkeitsschutz gewährleistet sind oder droht Erstickung durch Überregulierung? Bietet die stürmische Entwicklung digitaler Kommunikation uns allen ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten und neue Freiheiten sozialer Selbstorganisation und Einflussnahme?“


Das Osnabrücker Friedensgespräch zum Thema „Digitale Medien: Wer beherrscht die ,fünfte Gewalt‘?“ beginnt am Mittwoch, 14. Februar, um 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr). Einlasskarten können vorab per E-Mail an ofg@uni-osnabrueck.de angefordert werden. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen auf der Homepage der Osnabrücker Friedensgespräche.