Viele Ideen Florian Rzepkowski ist neuer Leiter des Osnabrücker Figurentheaters

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Seit dem 1. Januar leitet Florian Rzepkowski das Figurentheater Osnabrück. Foto: Gert WestdörpSeit dem 1. Januar leitet Florian Rzepkowski das Figurentheater Osnabrück. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Florian Rzepkowski ist der neue Leiter des Figurentheaters Osnabrück. Er hat am 1. Januar Gabriele Mertins abgelöst, die nach 29 Jahren im Amt in Rente gegangen ist.

Mehr Licht? Florian Rzepkowski verschwindet hinter der Bühne und drückt ein paar Schalter, um den Wunsch des Zeitungsfotografen zu erfüllen. Bis er den für den Knopf für den richtigen Lichtstrahler gefunden hat, benötigt er ein paar Versuche. Schließlich ist der neue Leiter des Figurentheaters gerade mal einen Monat im Amt. Da braucht er noch etwas Zeit, um jedes Detail an seiner Arbeitsstätte kennenzulernen.

Am Jahresanfang hat der 34-Jährige Gabriele Mertins abgelöst. Nun ist Florian Rzepkowski dafür zuständig, mit den Mitgliedsbühnen einen Spielplan zu entwerfen, Gastspiele zu buchen, Sponsorengelder einzutreiben und organisatorische Aufgaben zu übernehmen.

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Mit dem Bachelor zurück nach Osnabrück

Osnabrücker Theatergänger kennen Forian Rzepkowski. Von 2009 bis 2011, den beiden letzten Jahren von Intendant Holger Schultze, war er Regieassistent. Danach arbeitete er eine Weile freiberuflich und drehte Videos für Theaterproduktionen, bevor er für fünf Jahre in die Geschäftsleitung des Theaters Rampe in Stuttgart wechselte.

„Wir haben den Stuttgartern und Stuttgarterinnen das Performancetheater nahe gebracht“, sagt er. Doch er hatte schon länger den Gedanken, wieder etwas anderes machen. Da kam das Angebot, sich als Leiter des Figurentheaters in Osnabrück zu bewerben, gerade recht.

Wechsel und Veränderung gehören zu Rzepkowkis Leben. 2003 kam der geborene Rostocker für ein Studium der Medienwissenschaften und Geschichte nach Osnabrück. Doch von Anfang an engagierte er sich in der Hochschulpolitik, drehte Dokumentarfilme und arbeite schließlich am Theater. Da hatte das Studium das Nachsehen. Im letzen Jahr machte Florian Rzepkowki doch noch seinen Bachelor. Thema seiner Abschlussarbeit, war der Einsatz von Film in den Theaterinszenierungen von Erwin Piscator in der Weimarer Republik.

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Gut aufgestelltes Haus

Vorerst ist er ohne Familie nach Osnabrück gezogen. Seine Frau Lieko Schulze hat noch Engagements in Stuttgart und wird mit der gemeinsamen Tochter passend zur Einschulung im Sommer nachkommen. Schulze war einige Jahre Schauspielerin beim Osnabrücker Kinder- und Jugendtheater Oskar. Rzepkowski und sie haben ihre Zeit in Osnabrück in guter Erinnerung. So gut sogar, dass sie im vergangenen Jahr hier geheiratet haben.

Der neue Leiter bringt frischen Wind mit ins Figurentheater. Doch er will erst einmal nur wenig verändern. „Das Theater ist gut aufgestellt“, erklärt Rzepkowski. Viele Vorstellungen sind ausverkauft und das auch schon weit im Voraus. Seine Ideen will Rzepkowski „sukzessive“ ausprobieren.

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Neue Ideen

So will er etwa jüngere Mitgliedsbühnen an die Alte Fuhrhalterei binden. Außerdem plant er Vorstellungen für die Altersklasse ab 14 Jahren, für die es bisher kein Programm gibt. Auch thematische Neuerungen will er irgendwann ausprobieren. In Stuttgart hat Florian Rzepkowski Stücke gesehen, die sich mit Geschlecht und Identität befassen. „Das Thema interessiert mich“, sagt er. Deshalb hat er vor, solche Stücke auch in Osnabrück auszuprobieren.

Die Genderthematik kennt er auch aus seinem eigenen Leben, weil er an seinem Stuttgarter Arbeitsplatz der einzige Mann war. Umso bedauernswerter findet er es, dass nun ein Mann eine Frau im Figurentheater ablöst. „Aber da war ich egoistisch“, erklärt er diese Entscheidung mit einem neckischen Lächeln.


Das Projekt „Zukunft bilden“ „Zukunft bilden“ ist eine Bildungsinitiative für Auszubildende, die von Firmen und Institutionen aus der Region unterstützt wird. Ein Jahr lang bekommen die Teilnehmer Zugang zur gedruckten und/oder digitalen Zeitung und erhalten die Chance, ihr Allgemeinwissen zu verbessern. Dies können sie beim zweiwöchentlichen Zeitungsquiz unter Beweis stellen und tolle Preise gewinnen. Vielfältige Begleitveranstaltungen vervollständigen das Konzept. Weitere Informationen zur Initiative gibt es bei Luisa Gröninger unter Tel. 05 41/310-243 oder per Mail an l.groeninger@noz.de.

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