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Thema im Bürgerforum Voxtruper warten auf neues Wohngebiet

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Osnabrück. Noch wächst die Voxtruper Bevölkerung nur langsam. Das könnte sich mit einem neuen Baugebiet ändern. Derweil vermissen Anwohner spezielle Wohnformen für Senioren. Damit beschäftigte sich das Bürgerforum des Stadtteils.

Horst Klecker gehört zu den Voxtrupern, die sich für die demografische Entwicklung in ihrem Stadtteil interessieren. Seit zwei Jahren befindet sich auf der Tagesordnung für das Bürgerforum regelmäßig die Frage nach aktuellen Zahlen – und ebenso regelmäßig listet die Verwaltung den derzeitigen Stand auf. 2017 sind erneut einige Dutzend Menschen weggezogen, während einige andere Dutzend den Stadtteil als ihrem neuen Wohnsitz erwählt haben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Einwohner um zehn auf 7183 Einwohner gestiegen. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert stellte daher nur „wenig Bewegung“ fest. Und: „In Voxtrup ist die Zunahme geringer als in der gesamten Stadt“. Das ist für Horst Klecker auch abseits der Zahlen erkennbar: „Hier wird nicht gebaut.“

Warten auf ein neues Wohngebiet

Dass die Verwaltung das Stadtgebiet nach Möglichkeiten zum Bauen durchkämmt – während der kommenden fünf Jahre sollen zunächst 3000 neue Wohnungen entstehen – ist in Voxtrup noch nicht erkennbar. Und tatsächlich teilte die Verwaltung mit, dass es neue Baugebiete in dem Stadtteil „zurzeit keine aktuellen Planungen“ anstehen. Aber Oberbürgermeister Griesert kündigte an: „Wir werden uns auch mit Voxtrup beschäftigen.“ Und was ist mit einem möglichen Baugebiet an der Steiniger Heide, für das sich Anwohner in der vergangenen Sitzung des Bürgerforums interessiert hatten? Die Antwort der Verwaltung lautet: „Das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes wurde bislang noch nicht eingeleitet, da eine Vereinbarung zwischen einem potenziellen Erschließungsträger und der Stadt Osnabrück über die Eckpunkte der Baugebietsentwicklung noch aussteht.“ So bald dies der Fall ist, soll es aber mit dem Bauleitplanverfahren losgehen.

Der Wunsch nach betreutem Wohnen

Wie die Statistiker feststellen, sind die Voxtruper im Schnitt 44,5 Jahre alt – und damit fast zweieinhalb Jahre älter als der Durchschnitt aller Osnabrücker. Auch dafür haben manche Voxtuper offenbar ein Gespür, denn sie beschäftigen sich – ebenfalls seit ein paar Jahren – zunehmend älterer Anwohner. Sie wünschen sich unter anderem eine Wohnanlage für Senioren, „damit sie im Stadtteil bleiben können, wenn sie Hilfe benötigen“, wie Hans-Josef Elstro vom Voxtruper Sozialverband (SoVD) hervorhob. Nach wie vor haben Voxtruper ein Grundstück im Blick, das sich ihrer Meinung nach für betreutes Wohnen eignet. Es befindet sich an der Ecke Meller Landstraße/Grünberger Straße, doch dort verläuft nach wie vor eine 110-Kilovolt-Leitung, die in Zukunft auf die geplante 380-Kilovolt-Trasse verlegt werden soll.

Quartiersmanagement: Senioren im Mittelpunkt

Gleichwohl bleiben die Wünsche der älteren Generation in Voxtrup nicht ganz unerhört: Die Tagespflege von St. Elisabeth am Antoniusweg 9 baut ein Quartiersmanagement auf, bei dem Senioren im Mittelpunkt stehen. Zuständig ist Rebecca Witte, die ihre Arbeit erläuterte. Die St.-Elisabeth-Pflege kooperiert mit der Stadt, den Kirchengemeinden sowie mit Vereinen und weiteren Akteuren. Unter anderem soll es Bürgern erleichtert werden, länger in ihren Wohnungen zu bleiben. Auch Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige nimmt die St-Elisabeth-Pflege in den Blick. Im Beratungsbüro können sich Besucher über Themen im Zusammenhang mit dem Alter informieren. Für Rebecca Witte gehört es zum Quartiersmanagement dazu, alle Altersgruppen einzubeziehen. Entsprechend lautet das Motto: „Zusammen wachsen und gemeinsam Brücken bauen.“ Erreichbar ist Witte unter der Telefonnummer 0541/33880135, per E-Mail an RWitte@St-Elisabeth-Pflege.de.


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