Positiver Geschäftsverlauf 8000 neue Versicherte in der AOK im Osnabrücker Land

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Die Kurve zeigt nach oben: AOK-Regionaldirektor Klaus Hachmeister ist mit dem Jahresverlauf 2017 zufrieden. Foto: Swaantje HehmannDie Kurve zeigt nach oben: AOK-Regionaldirektor Klaus Hachmeister ist mit dem Jahresverlauf 2017 zufrieden. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Die AOK im Osnabrücker Land ist mit ihren Zahlen für das Jahr 2017 sehr zufrieden. Regionaldirektor Klaus Hachmeister begrüßte 8000 neue Versicherte und damit im dritten Jahr in Folge deutlich zulegen, auf eine Gesamtzahl von jetzt 183.000 Mitgliedern.

Hachmeister räumte ein, dass sich in der Zahl nicht nur die eigene gute Leistung, sondern auch das insgesamt gestiegene Niveau der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ausdrückt – in welchem Ausmaß, das lasse sich jedoch nicht bestimmen. „Es gibt durchaus auch andere gesetzliche Krankenversicherungen, die im gleichen Zeitraum Mitglieder verloren haben“, betonte Vertriebsleiter Christian Böwer. In ganz Niedersachsen ist mit insgesamt 2,66 Millionen jeder Dritte AOK-versichert. Mit einem Marktanteil von 37 Prozent bezeichnet sich die AOK als Marktführer und sei entsprechend häufig Ansprechpartner der Politik.

Stabiler Beitragssatz

Der Beitragssatz von 15,4 Prozent (allgemeiner Beitrag 14,6 Prozent plus kassenindividueller Zusatzbeitrag 0,8 Prozent) bleibt 2018 stabil. Die AOK Niedersachsen liegt damit 0,2 Punkte unter dem Bundesdurchschnitt. Wenn im Ergebnis der Koalitionsvereinbarungen demnächst der Zusatzbeitrag paritätisch getragen werden müsse, würden natürlich die Arbeitnehmer davon profitieren. Aber auch die Arbeitgeber hätten dank der unterdurchschnittlichen Höhe des AOK-Zusatzbeitrags den Vorteil einer relativ geringeren Mehrbelastung.

Freiwillige Mehrleistungen

Eine weitere Absenkung des Zusatzbeitrags steht trotz derzeit guter Kassenlage nicht zur Debatte, antwortete Hachmeister auf eine entsprechende Frage. „In Koalitionsgesprächen werden meist Verbesserungen des Leistungskatalogs herausverhandelt, die uns Geld kosten“, erklärte Hachmeister: „Wir wollen nicht ständig, je nach politischer Beschlusslage, mit unserem Satz rauf und runter gehen müssen, sondern halten ihn lieber länger konstant.“ Außerdem habe der paritätisch besetzte AOK-Verwaltungsrat beschlossen, in freiwillige Mehrleistungen zu investieren anstatt Prämien auszuzahlen oder den Zusatzbeitrag zu senken. Jedem Versicherten stehe ein erhöhtes Mehrleistungs-Budget von 500 Euro zur Verfügung. Dafür könne er beispielsweise professionelle Zahnreinigungen, Reiseschutzimpfungen, alternative Arzneimittel oder Sonderleistungen bei der Schwangerschaft abrechnen und zu 80 Prozent erstattet bekommen, führte Böwer aus.

260 Mitarbeiter im Osnabrücker Land

Die mit 82 Prozent sehr hohe „Weiterempfehlungsbereitschaft“ der AOK-Versicherten führt Hachmeister auch auf die nach wie vor gepflegte Ortsnähe in der persönlichen Beratung zurück. Die AOK leiste sich weiterhin 260 Mitarbeiter im Osnabrücker Land, wohingegen manche Mitbewerber mehr auf Online-Kontakte setzten. „Digitalisierung ist nicht alles“, meinte Hachmeister, nicht alle würden auf dem Internet-Klavier spielen können und viele Leistungsangebote seien dafür auch zu komplex und erklärungsbedürftig.

Sitz an der Niedersachsenstraße

Der AOK-Sitz an der Niedersachsenstraße in Osnabrück löste bei seinem Neubau 2003 wegen angeblicher Überdimensionierung und prunkvoller Ausstattung Kritik aus. „Das ist heute kein Thema mehr“, beteuerte Hachmeister, „im Gegenteil, wir platzen heute aus allen Nähten.“ Das liege daran, dass die Regionaldirektion manche Zentralfunktionen für ganz Niedersachsen erfülle. „Und außerdem: Jetzt wächst hier das Alando-Hotel neben uns in die Höhe, dagegen sind wir doch nur noch Zwerge!“


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