Fette Party am Osnabrücker Güterbahnhof Osnabrücker Club „Kleine Freiheit“ endgültig gerettet

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Endlich steht fest, dass es am jetzigen Standort weiter geht: der Club Kleine Freiheit am früheren Güterbahnhofgelände. Ende Februar oder Anfang März steigt hier eine große Party mit Live-Band und Freibier. Foto: Archiv/Michael GründelEndlich steht fest, dass es am jetzigen Standort weiter geht: der Club Kleine Freiheit am früheren Güterbahnhofgelände. Ende Februar oder Anfang März steigt hier eine große Party mit Live-Band und Freibier. Foto: Archiv/Michael Gründel

Osnabrück. Der Termin steht noch nicht fest, aber es gibt in jedem Fall jetzt zeitnah eine fette Fete: „Das wird natürlich mit richtig gefeiert“, zeigen sich die Betreiber des Clubs „Kleine Freiheit“ am ehemaligen Güterbahnhof erleichtert, dass es am jetzigen Standort endgültig weitergeht. Voraussichtlich am letzten Februar-Wochenende werden sie es bei einer Party mit Live-Band und Freibier jetzt richtig krachen lassen, um sich bei allen für die Unterstützung in den letzten Monaten zu bedanken.

Einstimmig hat der Osnabrücker Rat diese Woche die von der Verwaltung mit Flächeneigentümer 3G Group getroffene Vereinbarung zur Kleinen Freiheit gebilligt. Der vertraglich eigentlich zum Jahresende 2017 vorgesehene Abriss des Gebäudes am Eingang zum Güterbahnhof-Areal wird jetzt bis zum Beginn der konkreten Arbeiten für die Erschließung des Geländes verschoben. Im Gegenzug erhält die Stadt vom Flächeneigentümer ein Wegerecht zum von ihr 2013 erworbenen denkmalgeschützten Ringlokschuppen eingeräumt, das über die Hamburger Straße eine „uneingeschränkte Zufahrt“ zum Gelände zusichert. Damit kann die Stadt endlich mit der Entwicklung des seit viereinhalb Jahren nicht zu nutzenden Bereichs sowie der dringend notwendigen Unterhaltungsarbeiten beginnen.

Betreiber vom OB informiert

Die Nachricht, dass die Kleine Freiheit endgültig wohl erst einmal mindestens die kommenden zwei Jahre am jetzigen Standort am Güterbahnhof weitermachen kann, hat Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am Morgen nach der Ratssitzung den vier Club-Betreibern Guido Remmert, Falk Schlukat und Chris Vorberg von der Agentur Zukunftsmusik, die einen Großteil ihrer mehr als 100 Konzerte und Veranstaltungs-Termine in der Location am Güterbahnhof durchführen, sowie Partner Bernie Mersch mitgeteilt. Der 49-jährige Mersch: „Das war eine kurze Facebook-Nachricht, dass die Sache jetzt endgültig durch ist, und wir weiterplanen können.“

Nach Wochen der totalen Unsicherheit seit Ende Oktober, ob der Club am Standort bleiben kann, war es das erhoffte Signal für ,Freiheit‘-Konzertorganisator Guido Remmert, bisher nur vage und optional vorgemerkte Auftrittstermine endlich fix zu machen.

Noch am Mittwoch hat er mit den entsprechenden Agenturen Kontakt aufgenommen. Das erste Konzert steht auch schon fest: Ende März stoppt Ex-Selig-Frontmann Jan Plewka auf seiner „Between the bars“-Tour in der Freiheit.

Gesetzt ist auch, dass der Club bei der achten „Pop-Salon“-Auflage, bei der Mitte April neben den inzwischen groß angesagten „Bilderbuch“ wieder jede Menge heiß gehandelte Newcomer auftreten, einer der zentralen Anker-Bühnen ist: „Ohne die Freiheit hätten wir ein Riesenproblem gehabt, denn so eine Location mit 200er Kapazität gibt es sonst in der Stadt nicht“, stellte Remmert die Bedeutung der Freiheit für so ein Indoor-Festival heraus. Dass hätten auch noch einmal die Reaktionen der Agenturen auf die Nachricht gezeigt, dass er der Club weiter für Gigs zur Verfügung steht: „Die haben uns alle gratuliert, dass das geklappt hat. Da hat sich gezeigt, welchen Stellenwert das Lokal hat.“

Mersch: Da wird schnell einiges passieren

Auf die Betreiber wartet erst einmal viel Arbeit. Mit-Gesellschafter Mersch: „Es muss einiges investiert werden, da wir die letzten Monate wegen der Unsicherheit nur noch die notwendigen Reparaturen gemacht haben. Da wird jetzt schnell einiges passieren!“

Die „Hurra, wir leben noch“-Party“ sollte eigentlich bereits direkt Ende der kommenden Woche steigen. Doch die angefragte Band hat da bereits einen Auftritt. Guido Remmert: „Jetzt wird immer noch zeitnah entweder Ende Februar oder Anfang März in der Freiheit abgehen.“


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