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Großeinsatz der Polizei Streit in Osnabrück eskaliert: Familie greift und spuckt Polizisten an

Von Jörg Sanders

Am späten Mittwochabend ist die Polizei Osnabrück wegen einer Schlägerei mit einem Großaufgebot zu einem Mehrfamilienhaus an der Buerschen Straße ausgerückt. Foto: Dilaver ÖcalanAm späten Mittwochabend ist die Polizei Osnabrück wegen einer Schlägerei mit einem Großaufgebot zu einem Mehrfamilienhaus an der Buerschen Straße ausgerückt. Foto: Dilaver Öcalan

Osnabrück. Am späten Mittwochabend ist die Polizei Osnabrück wegen eines Familienstreits mit einem Großaufgebot zu einem Mehrfamilienhaus an der Buerschen Straße ausgerückt. Beim Eintreffen wurden die Beamten von einem Mann und seinen beiden Söhnen bespuckt und angegriffen.

In der Wohnung der Familie war es zu einem Streit zwischen dem 47-jährigen Vater und einem seiner beiden Söhne gekommen. Nachbarn meldeten der Polizei gegen 23 Uhr eine Ruhestörung.

Großeinsatz der Polizei

Als die Beamten eintrafen und die Situation klären wollten, hätten der Vater und seine 19 und 23 Jahre alten Söhne sie bespuckt und angegriffen, sagte Polizeisprecherin Anke Hamker am Donnerstagnachmittag. Da die Polizei zudem Blut im Hausflur fand, ging sie von Schlimmerem aus: Mehr als zehn Streifenwagen standen kurze Zeit später vor dem Haus.

Drei Polizisten leicht verletzt

Als die Polizisten die beiden Söhne festnehmen wollten, schritt der Vater ein und wurde handgreiflich. Insgesamt verletzte die Familie bei dem Einsatz drei Polizisten leicht. Sie sind der Polizei zufolge dienstfähig. Das Blut im Haus geht auf die Schlägerei innerhalb der Familie zurück. Die Ehefrau und Mutter habe der Polizei zufolge noch mit dem zweiten Sohn versucht, den Sohn beziehungsweise Bruder zu beruhigen.

Vater und Söhne alkoholisiert

Die Polizei nahm den Vater und seine beiden Söhne fest. Sie verbrachten die Nacht in einer Zelle, nachdem ihnen Blutproben entnommen worden waren. Sie sollen alkoholisiert gewesen sein. Am Donnerstag ließ die Polizei sie nach den Vernehmungen und weiteren Ermittlungen frei. Sie werden sich wegen Körperverletzungen, Widerstandshandlungen und, da in den Wohnungen auch Drogen gefunden wurden, Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen.

Dieser Artikel wurde um 14.25 Uhr aktualisiert. Zuvor war unserer Redaktion lediglich eine „Schlägerei größeren Umfangs“ bekannt.