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Mit Zeugnissen und Passfotos So melden Eltern ihre Kinder an weiterführenden Schulen an

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Das letzte Halbjahreszeugnis muss bei der Anmeldung des Kindes an einer weiterführenden Schule vorgelegt werden. Symbolfoto: Foto: Marc Müller/dpaDas letzte Halbjahreszeugnis muss bei der Anmeldung des Kindes an einer weiterführenden Schule vorgelegt werden. Symbolfoto: Foto: Marc Müller/dpa

Osnabrück. In Niedersachsen werden am 31. Januar die Halbjahreszeugnisse verteilt. Schon ein paar Monate später müssen die Viertklässler für die weiterführenden Schulen angemeldet werden. Diese Details müssen dabei an Schulen in der Region Osnabrück beachtet werden.

Die Halbjahreszeugnisse geben einen Zwischenstand über die bisherigen Leistungen. Diese Zeugnisse sind unter anderem für Schüler der vierten Klasse sehr wichtig, denn an den Noten lesen die Grundschullehrer ab, welche unverbindliche Empfehlung sie den Eltern für die weiterführende Schule geben. Danach steht die Entscheidung an, wo das Kind angemeldet werden soll.

( Weiterlesen: Druck auf Grundschüler in der Region Osnabrück wächst)

Entscheidung liegt bei den Eltern

Auf welche weiterführende Schule das Kind kommt, das entscheiden in Niedersachsen allein die Eltern. Die Grundschullehrer beraten die Erziehungsberichten im Vorfeld und schätzen in mindestens zwei Beratungsgesprächen die Leistungen der Schüler ein. Das Ziel: Das Kind soll sich auf der weiterführenden Schule bestmöglich entwickeln können und nicht überfordert oder unterfordert werden. Außerdem soll es in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden. Ob Gymnasium, Real- ,Haupt-, Ober-, Gesamt- oder Förderschule – das müssen die Eltern bis April entscheiden.

( Weiterlesen: Schlechtes Grundschul-Zeugnis? So reagieren Eltern richtig)

Das Anmeldeverfahren

In Stadt und Landkreis Osnabrück sind die Anmeldetermine in diesem Jahr im April. Dabei müssen die Eltern persönlich bei der Schule die Unterlagen des Kindes abgeben.

Zeugnisse, Passfotos und Beratungsbögen

Jeder Schule ist bei der Anmeldung das letzte Halbjahreszeugnis vorzulegen. Einige Schulen verlangen auch ein Passfoto des Kindes, die Geburtsurkunde, gegebenenfalls eine Bescheinigung über das Sorgerecht oder das Beratungsprotokoll der Grundschulen. Außerdem wird in manchen Schulen gewünscht, dass das einzuschulende Kind bei der Anmeldung nach Möglichkeit dabei ist. Termine und Details, welche Unterlagen für die ausgewählte Schule konkret benötigt werden, geben die einzelnen Schulen auf ihren Internetseiten bekannt oder bieten im Vorfeld Schnuppertage an, an denen sie die Eltern und Schüler über das Schulleben und Anmeldeverfahren informieren.


Kriterien für die Platzvergabe an der IGS Osnabrück

Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Plätze an der IGS, so werden die Plätze durch Los vergeben. Der Schulleiter der IGS Osnabrück Stefan Knoll erläutert: „Geschwisterkinder werden vorrangig aufgenommen. Bei der Durchführung des Losverfahrens wird ein sogenanntes leistungsdifferenziertes Losverfahren durchgeführt, welches im Kommentar zum Schulgesetz geregelt ist.“ Hintergrund ist, dass eine Gesamtschule in ihrer Schülerschaft den gesellschaftlichen Querschnitt repräsentieren soll. Daher wird ein sogenanntes „leistungsdifferenziertes Losverfahren“ durchgeführt. Knoll beschreibt, dass bei diesem Losverfahren der Notendurchschnitt des letzten Zeugnisses in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht relevant ist. Für die Stadt Osnabrück seien folgende Größenordnungen festgelegt worden:

Wenn der Notendurchschnitt in Deutsch/Mathematik/Sachunterricht besser als 2,4 (etwa zweimal die Note 2 und einmal die Note 3) ist, entspricht das 45 Prozent der Schülerschaft in Jahrgang 4.

Ist der Notendurchschnitt in Deutsch/Mathematik/Sachunterricht schlechter als 2,4 und besser als 3,1 entspricht das 30 Prozent der Schülerschaft in Jahrgang 4.

Wenn der Notendurchschnitt in Deutsch/Mathematik/Sachunterricht schlechter als 3,1 ist, entspricht das 25 Prozent der Schülerschaft in Jahrgang 4.

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