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Neues Sushi-Restaurant am Domhof Ichiban Sushi will in Osnabrück bis zu 350 Menschen bewirten

Von Corinna Berghahn


Osnabrück. Am Domhof entsteht aktuell ein neues Sushi-Restaurant, das bis zu 350 Menschen sättigen soll. Seine Wurzeln hat es in der wohl ältesten Sushi-Bar Osnabrücks.

Seit 1999 ist der Sushi-Laden Ichiban-Sushi-Chami am Kamp in Osnabrück beheimatet. Groß ist er nicht, denn das Konzept des Ladens ist auf Kunden gemünzt, die ihre Speisen mitnehmen. Daher finden nur etwa acht Gäste in ihm Platz, neben den Speisen kann man hier beispielsweise auch noch die zum Essen passende Sojasauce kaufen.

Ganz anders nun, was die Inhaber Oliver Chami und Mari Hotop für ihr neues Sushi-Restaurant „Ichiban-Sushi“ planen, das nur wenige hundert Meter entfernt am Domhof öffnen wird: Über zwei Etagen erstrecken sich die Räumlichkeiten, die im Inneren rund 200, im Außenbereich dann weiteren 150 Menschen Platz bieten sollen.

Noch wird dort gewerkelt. „Wir hoffen, Anfang bis Mitte März zu öffnen“, erzählt Mari Hotop. Bis dahin sei aber noch viel zu tun. „Wir sind sehr gespannt auf die Umstellung von unserem jetzigen Ladenlokal auf ein großes Restaurant. Aber das Interesse in Osnabrück an richtig gutem Sushi ist vorhanden.“

Neben Sushi auch Cocktails und japanische Fleischspeisen

In dem Restaurant am Domhof wolle man jedoch nicht nur Sushi, sondern auch andere japanische Fisch- und Fleischgerichte anbieten. Zudem werde es extra Mittagsangebote und eine reichhaltige Cocktailkarte geben. Ob die kleine Sushi-Bar am Kamp weiter bestehen werde, sei noch nicht entschieden, so Hotop: „Wir schauen erst einmal, wie das neue Restaurant angenommen wird.“

Noch wird im zukünftigen Restaurant gewerkelt. Foto: Corinna Berghahn

Seit 1984 lebt die gebürtige Japanerin in Deutschland. Hier absolvierte sie eine Konditorlehre. „Ich wollte ursprünglich ein Café mit deutschen Torten in Tokio eröffnen.“ Doch dann wurde sie in Osnabrück heimisch, gründete eine Familie und drehte den Spieß gewissermaßen um: Statt den Japanern deutsches Backwerk schmackhaft zu machen, bekamen die Osnabrücker japanische Feinkost angeboten.

Noch ein Ichiban?

Das japanische Wort „Ichiban“ heißt ins Deutsche übersetzt so viel wie „der Erste“ oder „der Beste“. Als Hotop den Namen 1998 für ihren ersten Sushi-Laden in Osnabrück wählte – damals an der Lotter Straße – sei sie tatsächlich die Erste gewesen, die sich in der Hasestadt rein auf Sushi spezialisiert hatte, erzählt sie.

Mittlerweile gibt es zwei weitere Osnabrücker Gastro-Adressen, die „Ichiban“ im Namen tragen: An der Rolandsmauer bietet eine Filiale der Braunschweiger-Restaurantkette „Ichiban Sushi-Grill“ japanische Küche an.

In der Möserstraße gibt es zudem die Sushi-Bar „Ichiban“. Diese wurde von einem Bruder Oliver Chamis eröffnet, „hat mit unserem Geschäft am Kamp und dem geplanten am Domhof aber genauso wenig zu tun wie das Restaurant an der Rolandsmauer“, sagt Mari Hotop.

Doch da der Name „Ichiban“ nicht geschützt sei und zudem zu den beliebtestens Sushi-Restaurantnamen Japans zählt, wolle man sich in Zukunft über das Logo unterscheiden: Die Fächerform werde durch eine runde Form ersetzt. Zu sehen ist das neue Logo schon an der Beklebung des neuen Restaurants.

Das war drin

Bis Frühling 2017 beherbergten die rund 250 Quadratmeter am Domhof die Osnabrücker Filiale des Outdoor-Bekleidungsunternehmens „The North Face“. Sie schloss wegen zu geringer Umsätze.