Inhaberin von „Laschkes Laden“ hört auf Schreibwarenladen in Osnabrück-Dodesheide nach 32 Jahren vor Aus

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Osnabrück. Seit 32 Jahren gibt es den Schreibwarenladen „Laschkes Laden“ im Osnabrücker Stadtteil Dodesheide. Nun steht das Geschäft vor dem Aus.

Wenn ein Kunde das Geschäfts in der Straße In der Dodesheide betritt, reicht Inhaberin Svitlana Khusid in der Regel ein kurzer Blick; dann greift sie zielsicher nach einer Zeitung, Zeitschrift, Schreib- oder Tabakware und legt sie in den Kassenbereich.

Rund 90 Prozent der Kunden seien Stammkunden, sagt die 57-Jährige. Ein Kunde kaufe jeden Tag eine Schachtel Zigaretten – und verlange an jedem Tag eine Quittung, erzählt die gebürtige Ukrainerin, die seit 1996 in Osnabrück lebt. Seit zehn Jahren führt sie den Schreibwarenladen, den Irmgard Laschke 1986 eröffnet hat. Doch bald ist Schluss.

Was kommt nach dem Schreibwarenladen?

Am 30. April wird sie ihren Laden zum letzten Mal öffnen. Sie wolle „etwas anderes“ machen, sagt Khusid, Was genau, verrät sie nicht. Die Suche nach einem Nachmieter läuft, erste Anfragen gibt es bereits – allerdings nicht für die Fortführung des Schreibwarenladens. Das würde nicht nur die Elektroingenieurin Khusid bedauern.

Svitlana Khusid betreibt Laschkes Laden seit zehn Jahren, nun wolle sie etwas anderes machen. Seit 1996 lebt die Elektroingenieurin in Osnabrück – und dort möchte sie auch bleiben. Foto: Mark Otten

Verlust für die Umgebung

Das Geschäft ist ein Anlaufpunkt für die Anwohner, die Bewohner des nahegelegenen Altenheims und die Kinder der gegenüberliegenden Schule In der Dodesheide. Schulleiter Thorsten Steinbrinker würde den Wegfall des Ladens bedauern. Für ihn sei das Geschäft besonders für Grundschüler eine ideale Gelegenheit, um erste Erfahrungen im Umgang mit Taschengeld zu machen, sagt er. Außerdem bestellt die Schule über den Laden Bücher für Schüler, die innerhalb des Schuljahres an die Schule kommen.

Im Mai 2008 hatte Khusid das Geschäft von Irmgard Laschke übernommen. „Frau Laschke hat mir alles beigebracht, dafür bin ich ihr sehr dankbar“, sagt sie. Seit den Anfangstagen arbeitet die heute 70-jährige Brigitte Maßbaum im Laden: „Wir drei sind Freundinnen“, sagt Khusid. Das soll auch nach dem letzten Arbeitstag so bleiben.


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