„50 aus Idomeni“ Zeltaktion auf dem Nikolaiort in Osnabrück für Geflüchtete

Von Anna Beckmann


Osnabrück . Auf der griechischen Insel Lesbos leben momentan etwa 5.000 Geflüchtete in dem Lager Moria. Die Initiative „50 aus Idomeni“ machte mit einer Zeltaktion auf dem Nikolaiort in Osnabrück auf die Situation der Menschen aufmerksam und sammelte Spenden.

Wer am Samstag beim Bummel durch die Stadt über den Nikolaiort schlenderte, der sah sie sofort: Drei grüne Campingzelte standen mitten auf dem Platz. Die Zelte haben Ingeborg Tömmel und weitere Helfer von der Initiative „50 aus Idomeni“ aufgebaut. „Wir möchten auf die unmenschlichen Zustände, die in dem Lager Moria auf Lesbos herrschen, aufmerksam machen“, erklärte Tömmel. Gemeinsam mit 14 anderen Freiwilligen sammelte sie Spenden und informierte Passanten über das Schicksal der Geflüchteten.

„Die Lager sind völlig überfüllt. Die Menschen dort leiden unter dem ständigen Hunger und jetzt im Winter unter der Kälte“, erzählte Tömmel. Viele Passanten blieben stehen, nahmen einen der Flyer mit und spendeten ein paar Euro. Auf einer Leinwand konnten sich Interessierte eine Reportage über die Zustände in dem Lager anschauen. „Es ist toll, zu sehen, wie viele Menschen sich für das Thema interessieren und uns unterstützen“, sagte Stefan Wilker von der Initiative. Einer der Passanten, der Geld in die Spendendose steckte, freute sich über die Aktion. „Ich engagiere mich selbst in der Flüchtlingshilfe und bin immer froh, wenn auf die Situation der Menschen aufmerksam gemacht wird“, erzählte er.

Gemeinnütziger Verein „One Happy Family“

Das gespendete Geld geht an den gemeinnützigen Schweizer Verein „One Happy Family“, der auf Lesbos eine Küche sowie einen Spielplatz gebaut hat und sich vor Ort um die Menschen kümmert. Ingeborg Tömmel war selbst noch nicht auf Lesbos. Da sie aber Kontakt zu Geflüchteten hat, kann sie sich die Situation in dem Lager gut vorstellen. „Ich glaube, dass wir auch von hier aus helfen können und das wollen wir den Leuten zeigen“, erklärte sie. Die Gruppe „50 aus Idomeni“ veranstaltete die Aktion gemeinsam mit den Organisationen Exil e.V., Solidarity City und der Griechenlandsolidarität sowie der Flüchtlingshilfe Rosenplatz.