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26.01.2018, 20:57 Uhr STADT IN DER PFLICHT

Retter für Osnabrücker Kleiderlager gesucht

Kommentar von Sebastian Stricker

Das Kleiderlager muss in der Melanchthonkirche seine Sachen packen. Foto: Gert WestdörpDas Kleiderlager muss in der Melanchthonkirche seine Sachen packen. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Dass die zum Verkauf stehende Melanchthonkirche für das Kleiderlager wieder nur eine Übergangslösung sein würde, war allen Beteiligten klar. Die vielen Freiwilligen mit ihrem großartigen Hilfsprojekt aber jetzt so mir nichts dir nichts vor die Tür zu setzen ist hart – und auch ein Stück weit unverantwortlich, aller bisher gezeigten Großzügigkeit zum Trotz.

Nun steht ein etabliertes und in der Stadt dringend benötigtes, ehrenamtliches Angebot auf der Kippe, weil kaum Zeit bleibt, einen geeigneten Ersatzstandort für das Kleiderlager zu finden. Besser noch: eine feste Bleibe, die nach Jahren des Provisoriums überhaupt keine weiteren Umzüge mehr nötig macht.

Wer hilft, dem wird geholfen, heißt es. Und bislang konnte sich das Kleiderlager über mangelnde Unterstützung vor allem aus Kirche und Wirtschaft nicht beklagen. Diesmal sehen die Macher die Stadt in der Pflicht. Ihr Hilferuf an den Oberbürgermeister bietet diesem die Gelegenheit, sich als Retter des Kleiderlagers zu profilieren.


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