„Nicht dem Spardiktat opfern“ CDU und SPD gemeinsam für zweite Feuerwache in Osnabrück

Symbolfoto: Jörn MartensSymbolfoto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Ratsfraktionen von CDU und SPD sprechen sich gemeinsam für den Bau der geplanten zweiten Feuerwache in Gretesch aus.

Damit reagieren sie auf die Kritik des Kommunalberaters Reinhart Richter. Er hatte kürzlich vorgeschlagen, die Elf-Millionen-Euro-Investition zurückzustellen, so lange es keine systematische Analyse der Gefährdungsrisiken gebe. (Weiterlesen: Gibt die Stadt Osnabrück für den Brandschutz zu viel Geld aus?)

In der Pressemitteilung heißt es wörtlich, die Ratsfraktionen von CDU und SPD nähmen „verwundert“ zur Kenntnis, dass die Verbesserung und die Neuaufstellung der Osnabrücker Feuerwehr von Teilen der Bevölkerung „nur unter dem Kostengesichtspunkt und ablehnend diskutiert“ werde. „Wenn es um den Schutz der Osnabrückerinnen und Osnabrücker geht, darf ein falsch gemeinter Sparwille jedoch niemals zu Lasten der öffentlichen Sicherheit gehen“, schreiben Marius Keite (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung, und die fachpolitische Sprecherin der SPD für Feuerwehr und Ordnung, Anita Kamp, in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung.

Jahrelang diskutiert

Mehr als sechs Jahre lang sei eine ausführliche Diskussion mit Fachleuten über die Strukturen der Osnabrücker Feuerwehren geführt worden. Nach diesem Prozess herrsche nun Einigkeit darüber, dass das Leben und die Gesundheit besser geschützt werden müssten. Das Vorhaben, eine neue Feuerwache im Osten der Stadt zu bauen, sei also nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis eines langen Entscheidungsprozesses.

Bei dem Argument, dass bei Bränden in Osnabrück nur selten Menschen zu Tode kamen und dass das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben höher sei, könne man nur den Kopf schütteln, schreiben Kamp und Keite. Die Männer und Frauen bei Freiwilliger und Berufsfeuerwehr leisteten jeden Tag einen hervorragenden Job, damit Menschenleben gerettet werden. „Als CDU und SPD gehen wir hier keine Kompromisse ein. Der neue Feuerwehrstandort fällt mit uns keinem Spardiktat zum Opfer“, halten Kamp und Keite fest.

Die Grünen hatten sich hinter Richters Vorschlag gestellt. Sie lehnen den Bau einer zweiten Feuerwache ab.