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„Vorgezogenes Weihnachten“ TSV Osnabrück: Müssen moderner werden – Stadt mietet für 15 Jahre

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<em>Erleichtert: </em>Petra Biermann.Erleichtert: Petra Biermann.

Osnabrück. Ein „vorgezogenes Weihnachten“ darf der TSV Osnabrück feiern, denn die Zukunft des Traditionsvereins ist gesichert. Für weitere 15 Jahre (plus Option für fünf Jahre) mietet die Stadt Osnabrück vom Eigentümer das 1000 Quadratmeter große frühere Bahn-Gelände an der Humboldtbrücke, auf dem Sporthalle sowie Geschäftsstelle und Klubhaus des TSV stehen.

„Wir sind natürlich froh, dass es endlich geklappt hat“, gesteht Petra Biermann, seit 2005 erste Vorsitzende im TSV, dem ehemaligen Eisenbahner-TSV, der freilich nicht kostenfrei, sondern für rund 2000 Euro pro Monat als Untermieter der Stadt weiter die Anlage mit Blick auf die Bahngleise nutzen darf. Die Mehrkosten bedeuten freilich eine Beitragserhöhung und damit eine neue Unsicherheit für die Vereinsführung, „denn damit werden wir vermutlich einige Mitglieder verlieren“, wie die 46-Jährige befürchtet. Rund 150 gingen in jüngster Zeit, als der Verein wegen der unsicheren Zukunft nicht weiter handeln konnte, was nun für aktuell 1300 Mitglieder alsbald anders sein soll.

Erst einmal äußerlich, indem mit der Jugendwerkstatt Dammstraße im wahrsten Sinne des Begriffs frische Farbe und damit freundlichere Stimmung ins komplette TSV-Zuhause kommt. Auch inhaltlich will der Verein alsbald einiges bewegen, „denn wir müssen moderner werden“, wie Biermann betont, denn für Menschen unter 40 gäbe es zu wenig. Mehr als der gefragte und wichtige Gesundheitssport sei nötig, neue Angebote für Menschen zwischen 20 und 40 Jahren müssen kommen, was zuletzt weitgehend auf Eis lag wegen der unsicheren Lage des Vereins, der um seine nackte Existenz an vertrauer Stelle fürchten musste.

Das aktuell neue Problem: Bis zum 31. Oktober mussten bei den Sportbünden die Anträge auf Zuschüsse für 2013 gestellt werden, was der TSV nicht konnte, der deshalb nun auf Hilfe von der Stadt in seiner besonderen Situation hofft.


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