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24.01.2018, 12:37 Uhr KOMMENTAR

Zögern der Osnabrücker CDU nicht nachvollziehbar

Kommentar von Dietmar Kröger

Die Raumnot im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium wird sich mit dem zusätzlichen Jahrgang zum Schuljahr 2020/21 noch vergrößern. Foto: Michael GründelDie Raumnot im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium wird sich mit dem zusätzlichen Jahrgang zum Schuljahr 2020/21 noch vergrößern. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Ja, es ist guter Brauch in Osnabrück, den Beratungsbedarf einer Fraktion zu respektieren und eine Entscheidung mit Rücksicht darauf zu vertagen. Aber was bitte, will die CDU bei diesem Prüfauftrag an die Verwaltung noch beraten?

Wohlgemerkt: Es handelt sich um den Auftrag an die Verwaltung zu prüfen, welche Maßnahmen einer sich verändernden Schullandschaft gerecht werden und wie sie zukunftsfähig gestaltet werden kann. Die Prüfung dient dazu, Vorschläge zu erarbeiten. Wann, wie und wo diese Prüfungsergebnisse umgesetzt werden, ist erst der nächste Schritt. Wenn aber schon ein Prüfauftrag so schwierig auf den Weg zu bringen ist, mag man sich gar nicht vorstellen, wie problembeladen dann die Umsetzung der Prüfergebnisse werden kann. Da hilft auch die mehrfache Beteuerung von Brigitte Neumann (CDU) nicht, dass ihre Fraktion unbedingten Willens sei, in der kommenden Ratssitzung eine Entscheidung herbeizuführen.

Dass der Fachausschuss auch mit der Unterstützung eines eigens zum Thema Schulentwicklung gebildeten Arbeitskreises nicht in der Lage war, ein deutliches Votum abzugeben, ist ein Armutszeugnis. Vor allem mit Blick auf die jetzt schon seit Jahren geführte Diskussion um die Schulentwicklung, gibt sich das Gremium so der Lächerlichkeit preis.

Dabei wiegt besonders schwer, dass die Zeit an allen Ecken und Kanten drängt. Ja, die Problematik ist verzwickt, weil vieles miteinander verwoben ist, aber es muss endlich eine Entscheidung her.

Kommt der Rat in seiner kommenden Sitzung nicht aus der Hüfte, ist zum Beispiel die pünktliche Fertigstellung der Klassenräume an den Gymnasien unwahrscheinlich. Dann gibt es Containerlösungen. An denen könnte dann der Schriftzug „CDU“ prangen, als Hinweis auf den Verursacher dieses Elends.


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