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Polizei am Kollegienwall Döner für einen Cent: Großes Gedränge vor neuem Imbiss in Osnabrück

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Osnabrück. Das Eröffnungsangebot hat Wirkung gezeigt: Schon eine halbe Stunde vor der Eröffnung des neuen Dönerladens „Made in Bärlin“ in Osnabrück bildete sich eine Menschenmenge vor dem neuen Laden.

Rund 150 Menschen – darunter vor allem Schüler – standen am Mittag vor den Türen der neuen Dönerbude „Made in Bärlin“ am Osnabrücker Kollegienwall und warteten auf die Eröffnung um 14 Uhr. Dönerläden finden Hungrige zwar an vielen Ecken in Osnabrück, doch vor allem das Startangebot lockte die Leute an: ein Döner für einen Cent. Pro Person gab es nur einen Döner.

Großes Gedränge

Je näher 14 Uhr rückte, desto stärker wurde das Gedränge vor der Tür. Ein junges Mädchen musste noch vor der Eröffnung mit einer Quetschverletzung ins Geschäft geholt werden. Als sich die Türen dann öffneten, drückten die Wartenden unter vereinzelten Schreien und Geschiebe in den Laden.

Die Betreiber und deren Helfer brachten den Pulk nur mit lauten Rufen zur Ruhe. Eine halbe Stunde nach Öffnung änderten sie die Strategie und öffneten die Tür nur noch stoßweise für Gruppen von rund zehn Leuten. Jede Türöffnung zog neues Gedränge und Geschrei nach sich.

Das Eröffnungsangebot zeigt Wirkung: Schon eine halbe Stunde vor der Eröffnung des neuen Dönerladens „Made in Bärlin“ in Osnabrück hat sich eine Menschenmenge vor dem Geschäft gebildet. Foto: Gert Westdörp

Polizei rückt an

Zu diesem Zeitpunkt hatte auch die Polizei vor dem Geschäft gehalten, in dem bis September 2017 das Restaurant „Unter Kollegen“ war. Das Problem: Immer wieder gingen Wartende auf den Radweg und über die Straße, ohne auf den Verkehr zu achten. Fahrradfahrer mussten auf die Straße ausweichen, Autofahrer stark abbremsen. Die Beamten versuchten, die Lage in den Griff zu bekommen und hatten für die ungeduldigen Dönerfans nur Kopfschütteln übrig; rund eine Stunde nach Eröffnung wurde das OS-Team dazu gerufen.

Schüler spenden

Die ersten Döner waren übrigens reserviert: Sie gingen an die Vermieter. Seit 13 Uhr ganz vorne an der Tür standen dagegen Luca (14), Jonah (15) und Robin (15). „Die letzten zehn Minuten vor Eröffnung waren hart“, sagte Jonah zum Geschubse. Sie zahlten für ihre Döner je einen Cent, spendeten aber auch je drei Euro. Das sei für sie vor Anfang an klar gewesen, das Geld sei schließlich für einen guten Zweck. Die kompletten Einnahmen des Eröffnungstages werden an das Kinderhospiz Osnabrück gespendet, kündigte Betreiber Sascha Schmidt an.

Am Eröffnungstag sollte der Imbiss noch bis ungefähr 21 Uhr geöffnet sein.


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