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15.01.2018, 18:58 Uhr ZEIT IST GELD IM ÖPNV

Busverkehr in Osnabrück: Eingebaute Vorfahrt fehlt

Ein Kommentar von Sebastian Stricker


Abgefahren: (von links) Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes, VDL-Chef Marcel Jacobs und Stadtbaurat Frank Otte bewundern die Pläne für eine neue Elektrobuslinie in Osnabrück. Foto: Gert WestdörpAbgefahren: (von links) Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes, VDL-Chef Marcel Jacobs und Stadtbaurat Frank Otte bewundern die Pläne für eine neue Elektrobuslinie in Osnabrück. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Sauberer, leiser und komfortabler soll der öffentliche Nahverkehr in Osnabrück werden. Dafür stellen die Stadtwerke ihre eigene Flotte bis 2025 komplett auf Elektrobusse um. Und schon Ende 2018 können Fahrgäste wie Streckenanrainer zwischen Düstrup und Haste von den unbestrittenen Vorzügen einer vollständig elektrifizierten Linie profitieren.

Das größte Problem des Osnabrücker ÖPNV sind jedoch im Moment weder laute noch stinkende oder unbequeme Dieselbusse. Sondern seine Langsamkeit und Unpünktlichkeit. Beides scheint zuletzt sogar immer schlimmer statt besser geworden zu sein.

Der Schlüssel zur Attraktivierung ist deshalb Busbeschleunigung. Erst wenn es gelingt, dem ÖPNV in der Stadt konsequent Vorfahrt zu gewähren, dürften ihn viele Autofahrer überhaupt erst als Alternative zum eigenen Pkw in Betracht ziehen. Und auch für den Osnabrücker Verkehrsbetrieb gilt: Zeit ist Geld. Jede Minute, die seine Busse mehr oder weniger brauchen, macht da schnell ein paar Hunderttausend Euro aus.


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