Fahrzeuge und Ladestationen von VDL Niederländer liefern E-Bus-System für Osnabrück

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So könnten die neuen Elektro-Gelenkbusse für Osnabrück aussehen. Dieses Modell präsentiert der niederländische Hersteller VDL Bus & Coach auf seiner Internetseite. Foto: VDL Bus & CoachSo könnten die neuen Elektro-Gelenkbusse für Osnabrück aussehen. Dieses Modell präsentiert der niederländische Hersteller VDL Bus & Coach auf seiner Internetseite. Foto: VDL Bus & Coach

Osnabrück. Die Firma VDL Bus & Coach aus den Niederlanden liefert das erste Elektrobus-System für Osnabrück. Es umfasst 13 Gelenkbusse und fünf Schnellladestationen. Damit soll spätestens Anfang 2019 die Linie 41 vollständig elektrifiziert werden.

Wie die Stadtwerke Osnabrück unserer Redaktion auf Nachfrage bestätigten, sei die Entscheidung für VDL als Systemlieferant bereits Anfang Dezember gefallen. Das Unternehmen aus Valkenswaard nahe Eindhoven hat sich am Ende gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Einzelheiten des Auftrags, der in Art und Umfang bundesweit einmalig ist, sollen am Montagmittag in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Verkehrsbetrieb und Hersteller bekannt gegeben werden.

Elektrobusse im futuristischen Design

Ausgeschrieben worden war im November 2016 die Lieferung eines Elektrobus-Systems, bestehend aus 13 batteriebetriebenen Gelenkbussen samt Ladegeräten sowie fünf Schnellladestationen zur Errichtung an Endhaltestellen und auf dem Betriebshof. Die Kombination sollte „ein Ergebnis aus einem Guss“ liefern, wie die Osnabrücker Stadtwerke seinerzeit erklärten. Wegen Formfehlern verzögerte sich die Vergabe jedoch zuletzt um einige Monate.  (Weiterlesen: Stadtwerke Osnabrück testen fahrerlosen Bus)

Die Firma VDL Bus & Coach scheint das geforderte Paket nun schnüren zu können. Im Internet wirbt sie mit futuristisch anmutenden Fahrzeugen vom Typ Citea E-Worker, die sich „optimal auf betriebliche Anforderungen und Wünsche“ abstimmen lassen und „nahtlos in die Infrastruktur einfügen“. Das Unternehmen arbeite dazu mit mehreren Batterieherstellern zusammen, und seine Elektrobusse können den Angaben zufolge sowohl über Stromabnehmer (Pantografen) als auch über Stecker geladen werden. In Städten wie Eindhoven, Venlo und Maastricht sowie auf den niederländischen Watteninseln seien bereits VDL-Elektrobusse in teils großer Stückzahl im Einsatz, ebenso in Köln und Münster.

Stinker schrittweise ausmustern

In Osnabrück soll demnächst die größte öffentliche E-Bus-Flotte Deutschlands entstehen. Hier ist der Umstieg auf eine vollelektrische, mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeiste und damit emissionsfreie Stadtbusflotte von langer Hand vorbereitet. Bereits seit 2011 schaffen die Stadtwerke nur noch in Ausnahmefällen neue, schadstoffarme Dieselbusse an. Auf diese Weise soll es gelingen, schrittweise alle Stinker im öffentlichen Nahverkehr auszumustern.


Zuerst soll ab Ende 2018 die Linie 41 elektrifiziert werden.  Als eine der fahrgaststärksten im gesamten Stadtbus-Netz verbindet sie im Zehn-Minuten-Takt die Stadtteile Voxtrup und Haste. Zur Umrüstung weiterer Linien ist 2019 der Kauf von 14 zusätzlichen Elektrobussen vorgesehen. 2020 sollen erneut 13 Stück folgen.


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