„Helau!“ bei Hermania Hellern Osnabrücker Narren machen sich warm für den Ossensamstag

Das Neueste vom Tage: Angelika Gausmann alias „Hertha“ vor den Narren der KG Hermania Hellern. Foto: Egmont SeilerDas Neueste vom Tage: Angelika Gausmann alias „Hertha“ vor den Narren der KG Hermania Hellern. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Seit 58 Jahren nutzt die KG Hermania Hellern jeden sich ihr bietenden Anlass zum Feiern. Die Narren kommen jährlich zu ihrem Karnevalsfest zusammen – und das ist bunt und schrill, lustig und laut.

Es ist wieder Narrenzeit in Osnabrück. Ihre Lieblichkeit Angelika I., ihr Prinz und die Adjutanten bahnten sich ihren Weg zur festlich geschmückten Bühne im Gasthaus Thies in Gaste. Unter begeistertem Jubel liefen sie gemeinsam mit dem Spielmannszug Ohrbeck zu volkstümlicher Musik ein. Auch die Recker Funkengarde, die noch mehrere Auftritte vor sich hatte, versammelte sich auf der Bühne. Nach einer herzlichen Begrüßung der Mitglieder ließ auch der erste Reim nicht lange auf sich warten: „Das Prinzenpaar, das ist fürwahr, ist dasselbe wie im letzten Jahr.“ Und darüber freute sich eine ganz besonders – Gislind Wobker, die schon seit 1980 dabei ist. „Wir haben rückläufige Mitgliederzahlen, aber die beiden sind vor einem Jahr neu dazugekommen und nun schon zum zweiten Mal unser Prinzenpaar.“

Vereine halten zusammen

Im Publikum fanden sich auch Mitglieder von Verbänden aus Georgsmarienhütte und der Grün-Weißen Garde, dem ehemals größten Osnabrücker Karnevalsverein. Gislind Wobker berichtete, dass die Osnabrücker Karnevalsvereine sich schon seit einiger Zeit gegenseitig besuchen: „Man muss schließlich zusammenhalten.“ Die 1959 gegründete KG Hermania Hellern ist heute besonders stolz darauf, die einzige Gesellschaft zu sein, die am Aschermittwoch noch den traditionellen karnevalistischen Hausfrauennachmittag veranstaltet, betonte Präsident Norbert Dankelmann. Vor drei Jahren feierte der Verein ebenfalls im Gasthaus Thies sein 55. Fest, oder besser gesagt in echter Karnevalsrhetorik „fünf Mal 11-Jähriges“

Büttenreden, Tanz und Gesang

Getreu dem Motto: „Wir wollen Frohsinn produzieren, und euch zum Mitmachen animieren“ ging es durch den Abend. Die Verstärkung durch andere Vereine sorgte nicht nur für mehr bunte Farben, sondern auch für eine ausgelassene Stimmung. Der Zeremonienmeister führte durch ein abwechslungsreiches Programm aus Büttenreden, Tanz, Musik und Gesang. Gerade die Bütten erheiterten das Publikum, bei Textpassagen wie „Jetzt hat mein Mann solche Zähne wie Duisburg und Gelsenkirchen, also mit Essen dazwischen“, oder „es ist wissenschaftlich bewiesen, dass leicht übergewichtige Frauen länger leben als Männer, die sie darauf hinweisen“.

Auch die virtuelle Amazon-Stimme „Alexa“ bekam ihr Fett weg. Zu den Rednern gehörten unter anderen Angelika Gausmann alias „Hertha“, Hilla Heyen mit ihrem Fahrrad, und der in Osnabrück und Umgebung bekannte Andreas Hille. Also dann, ein dreifaches „Helau“!


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