50 Jahre später Ten Years After feiern 50. Jubiläum im Osnabrücker Rosenhof



Osnabrück. Mit Marcus Bonfanti als Frontmann und Colin Hodgkinson als Bassist trotzten Ten-Years-After-Urgesteine Ric Lee und Chick Churchill der Zeit – zum 50. Jubiläum auch im Osnabrücker Rosenhof.

50 Jahre später. Zwei Mitglieder einer einflussreichen Rockband feiern ihr Bühnenjubiläum: Ric Lee und Chick Churchill. Weil der Originalsänger Alvin Lee mittlerweile verstorben ist und Ur-Bassist Leo Lyons vor fünf Jahren die Band verließ, haben sich Ric und Chick zwei Ersatzmitstreiter gesucht: den Bassisten Colin Hodgkinson und den jungen Sänger und Gitarristen Marcus Bonfanti. In dieser Besetzung steht die Band jetzt auf der Bühne und feiert das 50. Jubiläum von Ten Years After.

„Das ist unser erster Gig im neuen Jahr“, sagt Drummer Ric Lee zur Begrüßung Im Osnabrücker Rosenhof. Offenbar soll es eine Art Entschuldigung für ein zunächst verhaltenes Opening des Konzerts sein. Als wollten die Musiker ihre Kräfte schonen, dominiert in der ersten Hälfte der Blues den Rock. Mit einem neuen Song vom Album „A Sting In The Tale“, das 2017 mit Sänger Bonfanti erschien, eröffnen TYA ihren Gig: „Land Of Vandals“. Beim ebenfalls neuen Song „Silverspoon Lady“ zieht das Tempo bereits an und Bonfanti erweist sich als starker Sänger und begnadeter Saitenakrobat, der sich als adäquater Vertreter Alvin Lees präsentiert.

Er imitiert den Originalfrontmann, dessen furioses Saitenspiel und exaltiertes Bühnengehabe maßgeblich zum Erfolg von TYA beigetragen hatte, nicht, sondern entwickelt wie sein Vorgänger Joe Gooch einen eigenen Stil.

Nach einem Akustikset knüpft die Band dann endlich an ihren Stil Anfang der 70er Jahre an, als TYA durch ihren handfesten Bluesrock mit einem guten Schuss Psychedelik berühmt wurden. Ausgiebige Gitarren-Exzesse auf wimmerndem Orgelsound erinnern an Woodstock, wo die Band 1969 auftrat. Ric Lee absolviert sein traditionelles Drumsolo in „The Hobbit“ und in einem Duell mit Bonfanti zeigt Basser Colin Hodgkinson, dass er eine wahre Tiefton-Koryphäe ist. Schließlich spielt die Band ihren Schlüsselsong: „Love Like A Man“, dessen Bass- und Gitarren-Thema unvergesslich ist.

Jetzt taut auch das Publikum auf und zeigt sich begeistert. Nach diversen Hits und zwei Stunden Show verabschieden sich Ten Years After mit ihrem traditionellen, Rock´n´Roll-infizierten Schlussstück „Choo Choo Mama“.


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