Neujahrsempfang im Kreishaus Landkreis will Digitalisierung mit aller Macht vorantreiben

Von Holger Jansing


Osnabrück. Die weitere Digitalisierung der Region ist für Landrat Michael Lübbersmann eine echte Herzensangelegenheit. Das wurde Freitagabend beim Neujahrsempfang in Kreishaus deutlich.

Schnelles Internet sei eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und eine erstklassige Bildung. Deshalb investiere der Kreis in den kommenden Jahren 39 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in den Breitbandausbau und setze zudem 15 Millionen Euro Bundesförderung ein, sagte Lübbersmann vor Politikern und Vertretern des öffentlichen Lebens. Das Ziel sei es, alle Haushalte im Landkreis Osnabrück zukunftssicher anzubinden.

Zu wenig digitale Medien im Unterricht

Dass die Gegenwart digital sei, zeige allein schon, dass vermutlich alle 260 Gäste im Sitzungssaal am Schölerberg ein Smartphone in der Tasche hätten. Die Beherrschung von Facebook und Whatsapp bedeute dabei „keineswegs eine tragfähige Medienkompetenz“, so der Landrat. Es sei Aufgabe der Schulen, Verständnis für eine immer komplexer vernetzte Arbeits- und Privatwelt zu schaffen. Der Kreis werde das tatkräftig unterstützen. Lübbersmann bedauerte, dass trotz vielversprechender Projekte immer noch viel zu wenig Pädagogen digitale Medien im Unterricht einsetzen.

Als weitere große Herausforderung nannte der Landrat den Klimawandel. Es gehe darum, Gebäude konsequent zu modernisieren, Nahwärmekonzepte zu entwickeln und die Elektromobilität auszubauen.

Kreisrat Muhle verabschiedet

Die Schulband des Artland-Gymnasiums in Quakenbrück begleitete den Neujahrsempfang mit flotter Musik. Zu Beginn verabschiedete Lübbersmann den bisherigen Ersten Kreisrat Stefan Muhle, der ab Montag als Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium tätig ist und in dieser Funktion unter anderem die Digitalisierung und den Breitbandausbau auf Landesebene voranbringen soll.