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12.01.2018, 17:48 Uhr HAUSGEMACHTE PROBLEME

Eurobahn im Teutoburger-Wald-Netz: Fehlstart mit Ansage

Von Sebastian Stricker


Nicht immer läuft bei der Eurobahn alles rund. Zurzeit kämpft das Unternehmen im Teutoburger-Wald-Netz mit Fahrtausfällen, Verspätungen und übervollen Zügen. Foto: Eurobahn/Christian KösterNicht immer läuft bei der Eurobahn alles rund. Zurzeit kämpft das Unternehmen im Teutoburger-Wald-Netz mit Fahrtausfällen, Verspätungen und übervollen Zügen. Foto: Eurobahn/Christian Köster

Osnabrück. Was für einen hundsmiserablen Start hat die Eurobahn im Teutoburger-Wald-Netz da bloß hingelegt! Schon nach einem Monat sind Kunden wie Aufgabenträger so genervt von Zugausfällen und Verspätungen, überfüllten Wagen und ungenügender Fahrgastinformation, dass Keolis Deutschland sich öffentlich entschuldigen muss.

Dabei haben nicht Wenige das Drama kommen sehen – nach ähnlich schlechten Erfahrungen mit der Eurobahn in anderen Regionen.

Gewiss, der quälende Vergabestreit mit Altbetreiber Westfalenbahn machte es dem Neuling nicht gerade leichter, einen reibungslosen Betrieb vorzubereiten. Doch seine größten Probleme sind hausgemacht und wurden schlicht nicht rechtzeitig gelöst – Beispiel Lokführermangel. Noch immer reichen ein paar Krankmeldungen aus, und der auf Kante genähte Dienstplan bricht zusammen.

15 Jahre lang gilt der Vertrag für das Teutoburger-Wald-Netz. Ein Stück weit sind die Partner damit aneinandergefesselt. Zum Glück für die Eurobahn, die hier (entsprechend den gesetzlichen Vorgaben) als billigster, aber bestimmt nicht als bester Anbieter zum Zuge kam. Sie sollte sich dennoch nicht zu sicher fühlen und stattdessen beeilen, sämtliche Missstände abzustellen, denen sie ihren Ruf verdankt, besonders unzuverlässig zu sein. Unauflöslich ist der Vertrag nämlich auch nicht.


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