56-jähriger Fußgänger gestorben Gutachten klärt Fragen nach tödlichem Unfall in Osnabrück

Von Jörg Sanders


Osnabrück. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall Anfang Oktober vergangenen Jahres in Osnabrück liefert ein Gutachten Antworten auf bis dahin offene Fragen.

Am Abend des 7. Oktober war ein Ehepaar beim Überqueren einer Fußgängerampel von einem Auto erfasst worden, als dessen Fahrer stadteinwärts von der Alten Poststraße nach links auf die Buersche Straße abbog. Der 56-jährige Ehemann und Familienvater starb später im Krankenhaus, seine 40-jährige Ehefrau wurde schwer verletzt. Das Paar soll die Fußgängerfurt bei Grün überquert haben.

Ampel ohne Fehler

Ein Gutachten sollte offene Fragen klären. Dieses ergab: Es gebe keinen Hinweis auf einen technischen Defekt oder Fehler in der Ampelschaltung, sagt Staatsanwalt Christian Bagung auf Nachfrage unserer Redaktion. „Insbesondere gibt es offenbar keine Hinweise darauf, dass das Unfallopfer und seine Begleitung bei Rotlicht versucht hätten, die Straße zu überqueren, als sie vom Auto des Beschuldigten erfasst wurden“, so Bagung weiter.

Staatsanwaltschaft ermittelt noch

Die Polizei, die gegen den 59-jährigen Golffahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt hatte, gab den Fall inzwischen an die Staatsanwaltschaft ab. Auch diese ermittelt gegen den Fahrer wegen dieses Verdachts. „Das Gesetz sieht für diesen Straftatbestand im Falle einer Verurteilung einen Strafrahmen von Geldstrafe bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe vor“, sagt Bagung.

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Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an.