Die Altstadt als Kunstraum Die Stadt nimmt sich 2018 das Thema „Raum“ vor

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Andere Wahrnehmungen auf den öffentlichen Raum wollen Nils-Arne Kässens, Anke Bramlage, Wolfgang Beckermann und Patricia Mersinger fördern. Vor ihnen die vier Bausteine des Jahresschwerpunktes.Foto: Jörn MartensAndere Wahrnehmungen auf den öffentlichen Raum wollen Nils-Arne Kässens, Anke Bramlage, Wolfgang Beckermann und Patricia Mersinger fördern. Vor ihnen die vier Bausteine des Jahresschwerpunktes.Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Ist Raum messbar, gestaltbar oder gar eine Illusion? Diese Fragen stellt der Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück in diesem Jahr für sein Kulturextra zum Thema „Raum“ vom 16. Juli bis 21. Oktober.

Kulturschaffende aller Genres sind dazu aufgerufen, Kunsträume in der Stadt zu gestalten. Mit Konzentration auf die Altstadt, wie Wolfgang Beckermann, Vorstand für Bildung, Soziales und Kultur, Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereichs Kultur, und Anke Bramlage, Leiterin des Projektbüros im Fachbereich, bei einem Pressegespräch erläuterten. Gemeint ist das Areal vom Museumsquartier bis zur Kunsthalle sowie der Altstadtbereich vom Dom bis zum Heger Tor.

Für Projekte stellt der Fachbereich insgesamt 20000 Euro zur Verfügung, Ideen für eine möglichst breite Zielgruppe können bis zum 28. Februar eingereicht werden. Die Projekte starten am 16. Juli und dauern bis zum 21. Oktober.

Der öffentliche Raum und seine Kunsträume beschäftigt die Stadt derzeit vielfältig, so Wolfgang Beckermann: Kunsthalle, Museumsquartier, Villa Schlikker, Calmeyer-Haus oder Schölerbergmuseum harrten der Neugestaltung oder Anpassung ihrer Räume, das Theater am Domhof seiner millionenschweren Sanierung.

Konzepte für die Altstadt

Neue Kunsträume wie Hase 29 oder die Skulpturengalerie legten es nahe, verbindende Konzepte für die Altstadt zu entwickeln, um diese Räume erlebbar zu machen, so Patricia Mersinger.

Eine besondere Kunststätte feiert am 14. Juli sein 20-jähriges Bestehen, das Felix-Nussbaum-Haus, und setzt die Initialzündung für das Thema „Raum“. Um das Museum mit seiner besondern architektonischen Struktur anders als bisher erlebbar zu machen, so Museumsleiter Nils-Arne Kässens, ziehen Felix Nussbaums Werke zeitweilig aus und in Form von Reproduktionen in den öffentlichen Stadtraum ein. Mit dem Projekt „20 Jahre: 20 Tage – Freunde zu Gast im Felix-Nussbaum-Haus“ loten 20 Künstler den Raum für jeweils 24 Stunden aus, literarisch, tänzerisch, akustisch oder mit andern Genres. In jedem Fall wird das „sehr bunt und vielfältig“, so Kässens. Bewerbungsschluss für „Freundes“-Projekte mit einer Aufwandsentschädigung bis zu 1000 Euro ist der 31. Januar.

Auch bis zum 31. Januar können Ideen für zentrale Veranstaltung auf dem Marktplatz während der Kulturnacht am 25. August eingereicht werden. Auch sie steht unter dem Motto „Raum“. Ein Projektzuschuss bis zu 7000 Euro kann gewährt werden.

Die „Lange Nacht der Ateliers“ beteiligt sich ebenfalls am Thema, die seit 2016 biennal fortgesetzt wird. Osnabrücker Künstler aus allen Stadtteilen sind aufgerufen, am 22. September ihre Ateliers zu öffnen.


Kontakt: Stadt Osnabrück, Fachbereich Kultur, Projektbüro: Anke Bramlage. Tel. 0541/3234211; bramlage@osnabrueck.de

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