Umfrage in mehr als 120 Städten Zufällig ausgewählte Osnabrücker werden zur Mobilität befragt

In mehr als 120 Städten und Gemeinden fragt die TU Dresden die Einwohner zum Thema Mobilität. Foto: Michael GründelIn mehr als 120 Städten und Gemeinden fragt die TU Dresden die Einwohner zum Thema Mobilität. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Technische Universität Dresden startet eine Haushaltsbefragung zur Mobilität der Bevölkerung in mehr als 120 deutschen Städten. Auch viele Osnabrücker werden von der Uni und der Stadt Osnabrück gebeten, sich daran zu beteiligen.

Die Stadt Osnabrück und die TU Dresden bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Umfrage zu beteiligen. Das Projekt „Mobilität in Städten – SrV 2018“ soll Erkenntnisse für die örtliche und regionale Verkehrsplanung liefern.

Die Befragung beginnt in diesen Tagen und läuft über zwölf Monate. Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogen. Diese Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet, denn die Teilnahme ist freiwillig, teilte die Stadt mit.

Das als „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“ (SrV) konzipierte Projekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 begründet. Durch die regelmäßige Wiederholung im Abstand von fünf Jahren liegen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über einen Zeithorizont von mehr als 40 Jahren vor. Sie zeigen unter anderem, dass Mobilität und Verkehr stadt- und gemeindespezifisch große Unterschiede aufweisen können. Umso wichtiger ist es, die örtliche Verkehrsplanung durch regelmäßige Aktualisierung der Daten zu unterstützen.

Jeder Haushalt steht stellvertretend für einen Teil der gesamten Bevölkerung und wird deshalb gebraucht – auch wenn die Personen nur selten unterwegs sind. Es soll das Verkehrsverhalten der gesamten Bevölkerung erfasst werden. Nur durch die Mitwirkung möglichst vieler Bürger können repräsentative Daten gewonnen werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind.

Es ist der Stadt zufolge gewährleistet, dass die Bestimmungen des Datenschutzes eingehalten werden. Die Teilnehmer sprechen am Telefon mit geschulten Interviewern. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Fragen über einen Online-Zugang im Internet zu beantworten. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet.

Die anonymisierte Auswertung der Daten soll ein aktuelles Bild der stadt- oder gemeindespezifischen Verkehrsentwicklung liefern. Es wird ergänzt durch den Vergleich mit Städten oder Gemeinden ähnlicher Größenordnung.

Die Gesamtstichprobe des Projekts von mehr als 150.000 Personen erlaubt darüber hinaus die Analyse Stadt übergreifender Trends, die von der Verkehrsplanung zu berücksichtigen sind. Hierzu gehört beispielsweise auch die allgemeine Nutzung der Carsharing-Angeboten und Elektrofahrräder.

Weiterführende Informationen sind unter www.tu-dresden.de/srv2018 zu finden. Für Rückfragen steht unter 0800/8301830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.


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