190 statt 80 km/h Polizei: Autofahrer ignorieren Tempolimit auf der A1 bei Osnabrück



Osnabrück. Viele Autofahrer ignorieren auf der A1 in Richtung Münster vor der Abfahrt Osnabrück-Hafen das dortige Tempolimit. Statt der erlaubten 80 Stundenkilometer seien „gemessene Spitzenwerte mit 190 km/h keine Seltenheit“, schreibt die Polizei.

Auf der A1 vor der Abfahrt Osnabrück-Hafen in Richtung Münster komme es vor einer Fahrbahnverengung immer wieder zu gefährlichen Staus, beklagt die Polizei in einer Mitteilung, insbesondere im Berufsverkehr. Da die Strecke kein Tempolimit hat und mit drei Fahrstreifen und neuem Asphalt gut ausgebaut ist, sind viele Auto- und Lasterfahrer überrascht, wenn plötzlich der Stau kommt. In der Folge ereigneten sich der Polizei zufolge oft schwere Verkehrsunfälle. Da die Polizei diese unbedingt vermeiden wolle, wurde ein großzügiger Bereich mit einem Tempolimit von 80 Stundenkilometern festgelegt, um den Verkehr zu verlangsamen.

Massive Überschreitungen keine Seltenheit

Das Tempolimit werde allerdings kaum akzeptiert, schreibt die Polizei. Gemessene Spitzenwerte mit 190 Stundenkilometern seien keine Seltenheit. Im Schnitt wird für jeden vierten Verstoß ein Fahrverbot fällig. Ein Fahrverbot beginnt bereits bei einer Überschreitung um 41 Stundenkilometer. Ab 71 Stundenkilometern Überschreitung werden bereits 600 Euro Bußgeld und ein dreimonatiges Fahrverbot fällig.

Erst kürzlich ereignete sich wieder ein schwerer Auffahrunfall mit vier beteiligten Lkw, bei dem die Autobahn lange voll gesperrt werden musste.

Nicht jedem Verkehrsteilnehmer, so die Polizei, sei stets sofort klar, warum ein Tempolimit eingerichtet wurde. Sie versichert aber, Verkehrsschilder würden nicht grundlos aufgestellt und dienten der Sicherheit im Straßenverkehr.


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