Osnabrücker Limberg Kultur- und Sportpark auf Ex-Kasernengelände noch weit weg

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Kultur- und Sportförderverein Osnabrück will die Sporthalle auf dem Limberg von der Bima anmieten – bislang ohne Erfolg. Foto: Jörn MartensDer Kultur- und Sportförderverein Osnabrück will die Sporthalle auf dem Limberg von der Bima anmieten – bislang ohne Erfolg. Foto: Jörn Martens

Osnabrück Der neu gegründete Kultur- und Sportförderverein Osnabrück hat Vertreter des Rates zu einer Gesprächsrunde über die Zukunft des ehemaligen Kasernengeländes auf dem Limberg eingeladen. Die Diskussion förderte aber mehr Fragen als Antworten zutage.

Auf dem Tisch liegt ein Konzept des Vereins für einen „Kultur- und Sport-Familienpark“ auf dem Limberg. Dieses sieht Übungs- und Veranstaltungsflächen für Nischen- und Randsportgruppen sowie für verschiedene Kulturgruppen vor, speziell aus dem Bereich Folklore.

Starten wollten die Vereinsvertreter mit der Sporthalle auf dem Limberg, die bis vor Kurzem von den Osnabrück Tigers für American Football genutzt wurde. Doch der schon zugesagte Mietvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gestalte sich sehr schwierig, bemerkte Vereinsvorsitzender Bernhard Sielski gleich zu Beginn der Diskussion. Auf einmal sei von einer hohen Kaution die Rede gewesen, die das vorgesehene Reparaturbudget des Vereins „auffresse“. „Jetzt sieht es so aus, dass wir morgen auf der Straße stehen“, beklagte Sielski, verbunden mit der Bitte an die Politik, dem Verein bei den Verhandlungen unter die Arme zu greifen.

Podium statt Gespräch in keinem Kreis

Die acht anwesenden Politiker von CDU, SPD, Grünen und Linken konnten darauf ad hoc keine Antwort geben. Sie alle waren generell sichtlich irritiert darüber, sich auf einem Podium vor Publikum wiederzufinden, denn alle hatten an diesem Abend eher eine interne Gesprächsrunde erwartet, in der der Verein sich und seine Ziele präsentieren sollte. Anstelle konkreter Aussagen zur Zukunft des Geländes hatten die Politiker deshalb vor allem Fragen mitgebracht.

Das ausgearbeitete Konzept des Vereins erntete viel Anerkennung und Lob. Auch den Bedarf an zusätzlichen Übungs- und Veranstaltungsflächen gerade für kleinere Gruppen erkannten die Politiker an. „Dennoch ist es so, dass wir hier so einfach nichts machen können“, brachte es Burkhard Jasper (CDU) auf den Punkt. Es gebe bisher weder einen Flächennutzungs- noch einen Bebauungsplan. Außerdem gehöre das Gelände nicht der Stadt, sondern der Bima. „In den Verhandlungen mit der Bima stoßen auch wir aktuell an Grenzen“, sagte Jasper, ohne konkret zu werden.

Nächster Verhandlungstermin am 1. April

Ob der Abriss der Baracken, in denen sich aktuell noch die Proberäume verschiedener Musikgruppen befinden, auch ein Diskussionspunkt in den Verhandlungen mit der Bima sei, wollte einer der Musiker im Publikum wissen, wurde von den Vertretern des Rates aber ebenfalls vertröstet. In den Verhandlungen gehe es derzeit noch vorwiegend um das Thema Schadstoffsanierungen. Der nächste Termin für die Verhandlungen mit der Bima sei für den 1. April angesetzt.

Das Interesse der Bürger an einer Nutzung des Geländes für Sport- und Kulturangebote sei sehr groß, gab Bernhard Sielski den Politikern mit auf den Weg. Weit mehr als 4000 Anfangen hätten ihn seit der Gründung des Vereins im Mai erreicht. 138 Sponsoren führe er bereits in seiner Liste. Dank ihrer Unterstützung und ohne finanzielle Hilfe der Stadt sei es möglich, auch das Gesamtkonzept auf dem insgesamt sieben Hektar großen Gelände mit einem Themenpark, Mehrzweck-Sporthallen, Cricket-Stadion und Freilichtbühne umzusetzen.

Der kürzlich gegründete Kultur- und Sportförderverein Osnabrück möchte aus der Ex-Kaserne am Limberg einen Ort für vielfältige Aktivitäten machen. Foto: Jörn Martens

Klaus Lang, Vorsitzender der Bürgerstiftung Osnabrück, appellierte als Diskussionsteilnehmer an die anwesenden Politiker, angesichts des Engagements der Kreativen auf dem Limberg noch einmal über eine Variante des Bebauungsplans nachzudenken, der neben Gewerbe- und Sportflächen auch ein Kreativquartier vorsieht.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN