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Straßenkulturprogramm Osnabrücker Samstag gestartet Alte Knacker und ein Neuling

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              <em>Matthew James White</em> eröffnet am Kulturhaus den Osnabrücker Samstag. Auch anderswo gibt es Musik. Foto: Martens</p>

Matthew James White eröffnet am Kulturhaus den Osnabrücker Samstag. Auch anderswo gibt es Musik. Foto: Martens

Osnabrück. Samstagvormittag, 11 Uhr, Theatervorplatz. Vier Männer stellen Stühle auf die Stufen des Theatergebäudes, stimmen ihre Instrumente, nehmen noch einen Schluck Wasser und legen los. Schon die ersten Töne locken ein Publikum an. Zwei Mütter schieben spontan ihre Kinderwagen im Takt des Dixieland-Jazz. Mit dem Auftritt des New Orleans Quartetts hat das Straßenkulturprogramm des Osnabrücker Samstags 2011 begonnen.

Jürgen Flaskamp ist ein alter Hase. Er ist seit 1996 dabei, als erstmals ein Straßenkulturprogramm stattgefunden hat: „Wir freuen uns jedes Mal darauf, weil es uns Spaß macht und den Zuhörern auch.“

Klaus Terbrack von Verein Fokus, der das Straßenkulturprogramm mit der Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT) und dem Fachbereich Kultur der Stadt organisiert, lobt den Dixieland-Jazz als fröhliche Musik, die beschwingt ist und jedem gefällt. Terbrack hat recht. Kinder tanzen mit ihren Müttern, die Mienen der Passanten hellen sich sichtlich auf. Auch junge Leute bleiben stehen. „Diese Form des Jazz ist bei jungen Leuten unbekannt, aber wenn sie sie hören, bleiben sie bei den ,alten Knackern‘ stehen“, grinst Flaskamp.

Melanie Back-Krüger und ihre Töchter Gianina (11) und Zoé-Marleen (1) bleiben stehen. Sie finden die Musik des New Orleans Quartetts toll. „Das ist cool“, sagt Gianina. Auf dem Weg zum Markt nimmt sich das Trio ein paar Minuten, um zuzuhören. „Es ist vor allem für Kinder wichtig, hochwertige Musik zu hören“, meint Melanie Back-Krüger zu den Bands beim Osnabrücker Samstag.

Hochwertige Musik bekommen auch die Passanten zu hören, die in der Krahn-straße dem Klezmer-Trio Chwaske lauschen. Mit dieser traditionellen jiddischen Musik halten sie den Verkehr auf. Radfahrer verlangsamten ebenso ihre Fahrt wie Autofahrer am Kamp, die ihre Fenster runterkurbelten, um ein paar Takte von der Musik mitzubekommen.

Ruhiger geht es vor dem Kulturhaus in der Marienstraße zu. Dort spielt der neuseeländische Liedermacher Matthew James White. Zwar gibt es weniger Publikum, aber die Zuschauer im Biergarten der Joe Enochs Sportsbar freuen sich. White spielte schon mehrmals in Osnabrück, zum ersten Mal aber auf der Straße.

„Wenn es so weitergeht, sind wir zufrieden“, bilanziert Klaus Tebrack angesichts des strahlenden Sonnenscheins den ersten Osnabrücker Samstag in diesem Jahr. Er kann sich nur an wenige Regentage erinnern, die das Programm gestört haben. Das musikalische Niveau sei sehr hoch und die Mischung gut, meint er. „Es ist ein gelungener Auftakt.“

Am kommenden Samstag gibt es Musik von dem Blasorchester Quack Band aus Enschede, der Liedermacherin Tina von Garrel und der Gruppe Chicken Rag.


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