Urbane Sounds „Heiß und Fettig“ im Osnabrücker Club Brücks

Von Marco Gausmann

Urbane Sounds zwischen Elektro und Hip-Hop, Karibik und Afrika: der Berliner Silent Pressure. Foto: Olii GiiUrbane Sounds zwischen Elektro und Hip-Hop, Karibik und Afrika: der Berliner Silent Pressure. Foto: Olii Gii

Osnabrück. Neue Partyreihe im neuen Club: Zum neuen Jahr geht im Brücks die erste „Heiß und Fettig“-Sause an den Start. Das dürfte heiß werden – auf den Desks landet nämlich ausschließlich urbane Tanzmusik mit karibischem Flair von Dancehall bis Afro. Das Motto: „100 Prozent Booty Shake Music“.

Seit sechs Wochen ist der Club Brücks nun am Platze, und die Resonanz kann sich bislang sehen lassen: Opulentes Eröffnungswochenende mit drei Tagen voller Bude Anfang Dezember, bekannte Gäste an den Plattentellern wie der als Mitglied der Hamburger Hip-Hop-Formation Beginner allseits bekannte DJ Mad, entspanntes Clubben über die Feiertage.

„Das Highlight für mich war bis jetzt sicherlich die Silvesterparty“, sagt Betreiber James Cowie alias The Dopeboy. Der 35-Jährige hat sich mit dem Club an der Frankenstraße einen Traum erfüllt, lange Jahre legt er schon selbst auf und organisiert Veranstaltungsreihen wie etwa die bekannte Hip-Hop-Party Beatstreet oder den Videoclub 3000. „Es ist ja nicht selbstverständlich, dass so viele Leute einem völlig neuen Laden an einem Tag wie Silvester ihr Vertrauen schenken.“

Der Startschuss scheint also geglückt, das Brücks nimmt Fahrt auf. Ärger habe es bislang noch gar nicht gegeben, obwohl der Club im Zentrum des Osnabrücker Party-Hotspots direkt Wand an Wand mit dem alternativen Kulturzentrum Substanz und zwischen Dammstraße und Kleiner Freiheit, zwischen Alando und Hauptbahnhof liegt. Selbstredend lässt sich der Musikenthusiast des Öfteren nicht nehmen, selbst die Decks zu bedienen: „Dafür habe ich den Club ja aufgemacht“, sagt Cowie und lacht, „das ist ja das Wichtigste für mich an der ganzen Sache“.

Für die neue „Heiß und Fettig“-Auflage hat der Dopeboy indessen einen Experten als Resident-DJ ins Boot geholt, den Osnabrücker Dancehall-DJ Trixa, bekannt etwa vom Reggae-Jam-Festival oder der Northern-Greenhouse-Party, die mittlerweile ebenfalls im Brücks residiert.

Der Fokus soll allerdings auf einem bekannten Gast-DJ liegen. „Ich habe so viele großartige DJs auf dem Zettel, die nicht ganz auf die Beatstreet passen, zu weit vom Hip-Hop entfernt sind“, berichtet Cowie. Für all jene nun die „Heiß und Fettig“. Musikalische Ausrichtung ungefähr: urban, karibisch, entspannt – also Dancehall und Moombah, Afro Beats und Trap, basslastig und tanzbar.

Den Einstand gibt nun der Hauptstädter DJ Silent Pressure, Mitglied der DJ-Crew „Sound with Soul“ und Resident der Berliner Partyreihen Bamboo Bass und Bass Dive, darüber hinaus in ganz Europa in Sachen Musik unterwegs und sogar bis nach Ghana, Zentrale der Hip-Hop-Spielart Hiplife, vorgedrungen. Irgendwo zwischen Afro-Sounds und Hip-Hop, karibischen Klängen und Electronica fühlt sich Silent Pressure zu Hause, wichtig vor allem: Bass, und zwar reichlich.


Heiß und Fettig, Brücks Osnabrück, Freitag, 12. Januar 2018, 23 Uhr, Eintritt: 6 Euro.

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