Workshop in Osnabrück Bullet Journals: Endlich ein passender Taschenkalender!



Osnabrück. Taschenkalender gibt es in vielen Ausführungen. Und trotzdem erfüllt kaum einer alle Bedürfnisse. Anders ist das bei Bullet Journals. Denn die Nutzer legen sie nach ihren eigenen Ideen selbst an. Die Osnabrücker Kunstpädagogin Nele Jamin zeigt in Workshops, wie der Trend in die Praxis umgesetzt wird.

Einen Kalender für die Termine und einer für die Geburtstage, ein Notizbuch für spontane Ideen, ein Blatt Papier an der Pinnwand für den Ernährungsplan. Hinzu kommen diverse Klebezettel an Regalen, Türen und Spiegeln, um an irgendwas zu erinnern – mit dem Ergebnis, dass manch ein Termin und manch eine grandiose Idee doch unter den Tisch fallen. Dasselbe gilt für Planungs-Apps – auch die virtuellen Helfer erfüllen kaum alle Ansprüche. Zumal: Zettel können nicht integriert, Theaterkarten nicht als Erinnerung eingeklebt werden.

Mit dem Bullet Journal soll damit nun Schluss sein. Ein solches Buch bietet Platz für alle Informationen und Notizen, weil sie nach individuellen Bedürfnissen angelegt und gestaltet werden. Wie so viele, kommt auch dieser aktuelle Trend aus den USA: „Die Idee stammt von einem New Yorker Designer“, erzählt Nele Jamin. 2013 hat Ryder Caroll das Bullet Journal entwickelt.

Grundidee wurde weiterentwickelt

Auf Bildern wirkt seine Idee recht nüchtern. Inzwischen hat sich die Gestaltung aber verselbstständigt und ist bunter geworden. Es gibt im Internet zahlreiche Beispiele, wie die Bücher im Din-A5-Format gestaltet werden können.

Die meisten haben verschiedene Aspekte gemeinsam, erläutert Nele Jamin: Ganz vorne ist eine Seite, auf der die Symbole aufgelistet werden, die die Nutzer im Buch als Abkürzungen benutzen, beispielsweise für Termine, Geburtstage oder Bemerkenswertes. Es folgt das Inhaltsverzeichnis, das während der Gestaltung nach und nach angelegt wird. „Nicht jeder gestaltet sein Bullet Journal in einem Rutsch. Denn das braucht viel Zeit. Man kann Woche für Woche oder Monat für Monat vorgehen“, sagt Nele Jamin, die die Idee im Internet entdeckt hat.

Workshop in Osnabrück

Am Samstag, 3. Februar, zeigt die Kunstpädagogin in einem vierstündigen Workshop, wie Bullet Journals gestaltet werden können. Dazu braucht jeder Teilnehmer eine Kladde oder ein original Bullet Journal, das per Internet bestellt werden kann. Mit den gepunkteten Linien eignet sich das Original von Ryder Carroll am besten als Grundlage. „Es geht aber auch mit karierten oder linierten Kladden“, betont Nele Jamin. Wer mag, kann sich selbst ein Notizbuch mitbringen, um es zu gestalten. Ein Mitarbeiter eines bekannten Osnabrücker Schreibwarengeschäfts wird beim Workshop Kladden und weiteres Material für die Gestaltung vorstellen, das die Teilnehmer vor Ort kaufen können.

Nutzer teilen ihr Bullet Journal nach den genannten beiden Seiten so ein, wie sie es möchten: mit einer Jahresübersicht für fixe Termine, Monats- und Wochenplänen, Listen mit Wunschbüchern oder guten Vorsätzen, Allergietagebüchern, leeren Seiten für spontane Ideen oder, oder, oder.

So kann der Index im Bullet Journal gestaltet werden. Er bietet eine Übersicht über die verwendeten Abkürzungen. Foto: Marie-Luise Braun

Auch die Gestaltung folgt individuellen Vorstellungen. „Ich habe eine Menge Stifte, Papiersorten, Handlettering-Bücher und Washi-Tape im Werkraum. Daraus können die Teilnehmer wählen“, erzählt Nele Jamin. Am Ende des Workshops haben die Teilnehmer jeweils ein individuell gestaltetes Buch, das sie bis zum Jahresende weiter verändern können. Danach ist es eine schöne Erinnerung an vergangene Zeiten. Damit sind Bullet-Journals zudem ein analoger Gegenpool zu Planungs-Apps.


Den Workshop „Bullet Journal“ bietet die Kunstpädagogin Nele Jamin am Samstag, 3. Februar 2018, von 14 bis 18 Uhr im „Werkraum+“, Meller Straße 30, an. Teilnehmen können Menschen ab zwölf Jahren. Die Teilnahme kostet 40 Euro. Anmeldungen sind auch online möglich.

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