Haltausfall am Hauptbahnhof Bombe in Osnabrück: So fahren die Züge am Wochenende

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Sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr der Bahn fallen am Wochenende wegen einer möglichen Bombenräumung in Osnabrück reihenweise Verbindungen aus. Foto: Jörn MartensSowohl im Nah- als auch im Fernverkehr der Bahn fallen am Wochenende wegen einer möglichen Bombenräumung in Osnabrück reihenweise Verbindungen aus. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Wegen einer möglichen Bombenräumung nahe dem Hauptbahnhof ist der Zugverkehr in Osnabrück am ersten Januar-Wochenende 2018 stark beeinträchtigt. Reihenweise fallen Verbindungen aus. Ein Überblick.

Mitte Dezember ist unter einer rund 100 Jahre alten Bahnbrücke, die über die Straße „An der Petersburg“ führt und demnächst erneuert werden soll, bei Kampfmittelsondierungen ein möglicher Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg geortet worden. Um die Fundstelle wie geplant an diesem Wochenende weiter untersuchen und einen möglichen Sprengkörper entschärfen zu können, müssen nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) Schienen, Schwellen und Schotter sowie der Untergrund bis zu einer Tiefe von etwa drei Metern ausgebaut werden. Das führt dazu, dass Regionalbahnen und Fernverkehrszüge den Osnabrücker Hauptbahnhof vorübergehend nicht anfahren können.

Ersatzverkehr mit Bussen

Auf der Eurobahn-Linie RB66 „Teuto-Bahn“ (Osnabrück–Münster) kommt es mindestens am Samstag, 6. Januar, zu Zugausfällen zwischen Osnabrück und Hasbergen. Dasselbe gilt für die Nordwestbahn-Linie RB75 „Haller Willem“ (Osnabrück–Bielefeld) zwischen Osnabrück und Wellendorf. In beiden Fällen richten die Streckenbetreiber einen Ersatzverkehr mit Bussen ein.

Sollte am Samstag keine verschüttete Bombe gefunden werden, könnte der planmäßige Betrieb laut DB ab voraussichtlich 23 Uhr wieder aufgenommen werden. Bestätigt sich allerdings der Verdacht auf einen gefährlichen Blindgänger, würde sich der Bahnverkehr in Osnabrück wohl erst am Montagmorgen ab 5 Uhr normalisieren.

Haltausfall am Hauptbahnhof

Im Falle einer Evakuierung und Kampfmittelräumung halten am Sonntag, 7. Januar, ab 9 Uhr keine Züge mehr im Osnabrücker Hauptbahnhof. Intercitys der Linie Hamburg–Köln machen dann außerplanmäßig Station in Herford, Intercitys der Linie Berlin–Amsterdam in Minden. Nahverkehrszüge der RB66 und RB75 würden weiterhin vor den Toren Osnabrücks beginnen und enden. Beim Regionalexpress RE9 (Osnabrück–Bremen) wäre Start und Ziel vorübergehend in Bohmte.

Ferner beträfe der Haltausfall am Hauptbahnhof Osnabrück die Linien RE18 (Osnabrück–Wilhelmshaven) und RB58 (Osnabrück/Vechta–Bremen). Diese Züge würden nach Angaben der Nordwestbahn zwischen 8.45 und 10 Uhr am Bahnhof Osnabrück-Altstadt (Hasetor) enden. Ersatzbusse brächten die Fahrgäste dann bis zur Ausweichdrehscheibe Halle Gartlage. Nach 10 Uhr wäre für die NWB-Züge letzter Halt in Bramsche. Fahrgäste der RE18 würden von dort mit Bussen nach Osnabrück (Halle Gartlage) gebracht. Der Ersatzverkehr für die RB58 fährt hingegen nur bis zum Bahnhof Osnabrück-Altstadt, wo Reisende in RE18-Ersatzbusse mit Ziel Halle Gartlage umsteigen können.

Ausweichdrehscheibe Halle Gartlage

Auf der Eurobahn-Linie RB61 (Bad Bentheim–Bielefeld) und der Westfalenbahn-Linie RE60 (Rheine–Braunschweig) wäre laut DB ein Ein- und Ausstieg am Sonntag zwischen 9 und 12 Uhr nur am Bahnhof Osnabrück-Altstadt (Hasetor) möglich. Später würde die RB61 nur noch von und nach Wissingen bzw. Ibbenbüren-Laggenbeck fahren, der RE60 von und nach Melle bzw. Ibbenbüren. Auch von diesen jeweiligen Endbahnhöfen ist laut DB ein Ersatzverkehr mit Bussen nach Osnabrück (Halle Gartlage) eingerichtet. Dort bestehe wiederum Anschluss an Ersatzbusse in alle Richtungen. (Weiterlesen: Stadtbus-Umleitungen wegen Bombenräumung in Osnabrück)


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