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Brief an Abgeordnete Osnabrücker Friedensinitiative fordert Atomwaffen-Abzug

Fliegerhorst Büchel mit angrenzendem Depotgelände. Hier sollen die USA bis zu 20 Atomsprengköpfe lagern. Foto: Thomas Frey/dpaFliegerhorst Büchel mit angrenzendem Depotgelände. Hier sollen die USA bis zu 20 Atomsprengköpfe lagern. Foto: Thomas Frey/dpa

Osnabrück. Die Osnabrücker Friedensinitiative (Ofri) hat an die regionalen Bundestagsabgeordneten appelliert, sich für einen Abzug aller Atombomben aus Deutschland einzusetzen.

In einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten Mathias Middelberg (CDU), Rainer Spiering (SPD), Matthias Seestern-Pauly (FDP) und Filiz Polat (Grüne) ruft die Friedensinitiative dazu auf, in den Verhandlungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung auch die in Deutschland gelagerten Atomwaffen zum Thema zu machen. In Büchel in der Eifel lagern die USA angeblich 20 Atombomben.

Die Ofri verweist darauf, dass die UN-Generalversammlung im Juli 2017 mit großer Mehrheit ein Abkommen zur Ächtung aller Atomwaffen beschlossen hat. Deutschland stimmte in der Vollversammlung gegen den Vertrag. Inzwischen ist nach Ofri-Angaben das Abkommen von über 50 Staaten unterzeichnet worden. Die federführende Organisation ICAN wurde für ihre Arbeit mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

„Als Bundestagsabgeordnete für den Landkreis und die Friedensstadt Osnabrück, die Mitglied der weltweit aktiven „Mayors for peace“ ist wie auch einige Kommunen im Landkreis, die zur Unterzeichnung des Vertrages aufgerufen haben, fordern wir Sie auf, sich aktiv für eine schnellstmögliche Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages einzusetzen“, heißt es in dem Schreiben der Osnabrücker Friedensinitiative.


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