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10.000 Euro für Grips & Co Osnabrück: Sparkassenstiftungen unterstützen Hochbegabte

Von Dietmar Kröger | 22.12.2015, 13:04 Uhr

Wer da glaubt, hochbegabte Kinder und ihre Familien haben es besonders leicht, der irrt. Das Gegenteil ist oftmals der Fall. Der Verein Grips & Co widmet sich diesen Menschen und wurde jetzt bei seinen Bemühungen von den Sparkassenstiftungen von Stadt und Landkreis mit jeweils 5000 Euro unterstützt.

Für den Verein Grips & Co war 2015 ein gutes Jahr: Nach vielen Anläufen konnten die Vereinsvorsitzende Sabine Hogrebe und ihre Mitstreiter endlich eigene Räume in der Gröbelstraße beziehen. Im November wurde das Osnabrücker Zentrum für Begabtenförderung in Sutthausen eröffnet. Und jetzt gab es noch 10.000 Euro von den Sparkassenstiftungen. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsmitglied der Sparkasse Osnabrück, deren Geschäftsführerin Nancy Plaßmann und Mechthild Heermeyer, die Leiterin der Marktdirektion Osnabrück-West der Sparkasse Osnabrück überreichten den symbolischen Scheck.

„Grips & Co hat uns eindrucksvoll erläutert, dass Familien mit hochbegabten Kindern eine besondere Herausforderung zu meistern haben und Unterstützung benötigen, wenn sie ihre Kinder fordern und fördern möchten“, begründete Heermeyer das Engagement der Stiftungen. Hogrebe und ihre Mitstreiterin Erika Schnieders bedankten sich für die Unterstützung, wiesen aber gleichzeitig darauf hin, dass der Verein weitere finanzielle Hilfe benötige. Zwar kann durch die Spende der Sparkassenstiftungen und durch weitere Unterstützung mittlerweile zumindest ein kleiner Teil der Beratungsarbeit hauptamtlich erledigt werden, das Gros der Arbeit in allen Bereichen bleibt aber auf der ehrenamtlichen Schiene verankert. „Wir haben noch ein Menge Ideen, die wir gerne umsetzen würden“, sagt Hogrebe. Brickwedde sicherte ihr zu, sich weiter für den Verein einzusetzen.

Das Angebot von Grips & Co erstreckt sich von gemeinsamen Familien-Nachmittagen über die Beratung bis hin zu speziellen Veranstaltungen für hochbegabte Kinder. Eine weitere Aufgabe des Vereins sieht Hogrebe in der Vernetzung mit anderen Institutionen.

Hogrebe schätzt, dass bei etwa zehn Prozent der Kinder in Stadt und Landkreis von „speziellen Denk- und Lernstrukturen auf Grund ihrer hohen Begabung auszugehen“ ist. Außerdem liege aufgrund der Hochbegabung eine erhöhte Sensitivität vor. Alles zusammengenommen könne zu Problemen in der Entwicklung führen, „bei deren Lösung fachliches Wissen aus dem Bereich der Begabungspädagogik notwendig ist“.