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"Sportler 4 a childrens world" Friendenslauf für arme Kinder von Münster nach Osnabrück

Von Viktoria Koenigs | 06.08.2019, 12:18 Uhr

Der Friedenslauf von Münster nach Osnabrück hat auch dieses Jahr eine beeindruckende sportliche Leistung mit einem guten Zweck kombiniert: Die Läufer des Vereins "Sportler 4 a childrens world" absolvierten einen Ultramarathon, um Sponsorengelder für die Kinderhilfsorganisation "Die Arche" zu sammeln.

Der Startschuss fiel in Münster am Kiepenkerl – in Erinnerung an die Amokfahrt von 2018 wollten die Läufer dadurch ihre Anteilnahme bezeugen und ein Zeichen für den Frieden setzen, wie Vereinsgründer John McGurk erklärte. Von der Traditionsgaststätte aus liefen die Teilnehmer über Glandorf, Ostbevern, Bad Iburg, Georgsmarienhütte und Sutthausen eine rund 65 Kilometer lange Strecke nach Osnabrück. Ihr Lauf war somit um mehr als 20 Kilometer länger als ein "normaler" Marathon.

Erst zum zweiten Mal in der mittlerweile zehnjährigen Geschichte der Friedensläufe führte der Weg von Münster nach Osnabrück und nicht anders herum. "Das ist wie nach Hause laufen, da läuft man doch gleich schneller", sagte Bürgermeisterin Birgit Strangmann lächelnd, als sie die Teilnehmer am Osnabrücker Rathaus in Empfang nahm.

Selbst eine Tageshöchsttemperatur um die 30 Grad konnte die gute Laune der Läufer nicht trüben: "Die Stimmung war genial, und ich kann die Hitze auch gut ab", schwärmte zum Beispiel Axel Kreutzer, der von Beginn an stets an den Läufen teilnimmt.

Um 8 Uhr morgens war es losgegangen. Alle fünf Kilometer wurde ein kleiner „Boxenstopp“ eingelegt, um sich mit Getränken und Obst für den weiteren Kampf gegen die Hitze zu stärken. Gegen 16 Uhr schließlich erreichten die Teilnehmer das Rathaus. Addiert man die von den einzelnen Sportlern gelaufenen Strecken zusammen, hat die Gruppe an diesem Tag etwa 700 Kilometer hinter sich gelassen, wie McGurk nach der Ankunft zusammenrechnete.

Den Läufern und Organisatoren ging es bei dem Friedenslauf jedoch nur am Rande um die absolvierten Kilometer. Auch die Frage, wer am schnellsten das Ziel erreichen würde, interessierte niemanden – immerhin handelte es sich nicht um ein Wettrennen, sondern um ein Teamprojekt, bei dem der eine schon mal auf den anderen wartet. Im Vordergrund stand der gute Zweck, und für den wurden von Sponsoren, darunter der Lions-Club "Leonia" Osnabrück und die Finanzberatungsfirma Spiekermann, sowie von Privatpersonen bisher Spenden in Höhe von 6305 Euro zusammengetragen.

Diese kommen der Kinderhilfsorganisation "Die Arche" zugute, die in Osnabrück einen Hort errichten möchte. Entstehen soll ein Betreuungs- und Freizeitangebot für Kinder, die in schwierigen finanziellen Verhältnissen leben. Derzeit wird noch nach passenden Räumen gesucht. Sobald diese gefunden sind, kann das Projekt starten, hinter dem der in Berlin ansässige Verein "Christliches Kinder- und Jugendwerk" steht.

Dafür nimmt "Sportler 4 a childrens world" auch weiterhin gerne Spenden entgegen, wie John McGurk betonte. Wer "Die Arche" in Osnabrück unterstützen möchte, findet weitere Informationen unter www.s4acw.de .