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Von spießigen Nachbarinnen und gefräßigen Wespen Nur am kommenden Wochenende: Videoprojektionen in hase29

Von Tom Bullmann | 16.10.2019, 19:15 Uhr

Zehn Videoarbeiten von sieben Künstlern und eine Installation werden vom 18.-20. Oktober im Kunstraum hase29 präsentiert.

Bis Ende letzter Woche waren sie zu sehen, die künstlerisch gestalteten Kunststoffbahnen, die Tim Cierpiszewski an großen Raumteilern befestigt hatte. Jetzt ist die Ausstellung beendet, doch die hölzernen Trennwände stehen noch, bis sie wegen der nächsten Kunstschau entfernt werden. „Das sind doch optimale Projektionsflächen“, dachte sich der Osnabrücker Künstler Werner Kavermann und plante mit seinem Kollegen Azim F. Becker eine temporäre Zwischennutzung des Kunstraums. Vier eigene und sechs Kunstvideos von anderen Künstlern wählten sie aus, die am kommenden Wochenende das Publikum anlocken sollen.

Vielfältig sind die Themen, die die Künstler mit ihren Filmen visualisieren. Da darf der Zuschauer Zeuge einer Auseinandersetzung werden, die zwei spießige Nachbarinnen austragen; eine augenzwinkernde Studie von Ella Malin Visse. Fantasievoll und zeichnerisch herausragend realisiert kommt das Video „Red Fat Cat“ von Klaus Hoefs daher, derweil Azim F. Becker mit seinem Film „Monolog zu Dritt“ ein eindrucksvolles Statement für Gleichberechtigung abgibt. Neben einem blutigen „Handschlag“ stellt Kavermann selbst die fundamentale Frage „Was macht die Kunst“ - und gibt in sieben Episoden humorvoll die passenden Antworten.

Kunstraum hase29 (Hasestraße 29): „Videoscreening 1“, zehn Videoarbeiten von sieben Künstlern. Fr., 18. Oktober (Eröffnung um 19 Uhr) bis So., 20. Oktober, Sa. und So. 11-17 Uhr. Eintritt frei. Infos unter www.hase29.de