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Rekordinvestitionen Wie lange geht es Osnabrück wirtschaftlich noch gut?

Meinung – Sandra Dorn | 03.09.2019, 20:44 Uhr

Es ist gut und richtig, dass die Stadt die aktuelle Hochkonjunktur- und Niedrigzinsphase nutzt, um zu investieren – solange es noch geht.

Seit gut zwei Jahren sprudeln die Steuereinnahmen, weil die Wirtschaft brummt. Doch die Konjunkturaussichten für Deutschland sind nicht gut. Internationale Handelskonflikte und das Brexit-Chaos machen sich immer mehr bemerkbar.

Sanierungen von Straßen zahlen sich dann aus, wenn sie rechtzeitig geschehen und ordentlich ausgeführt werden. Wenn nicht irgendwann nur noch hilflos Löcher geflickt werden müssen und sich ein Investitionsstau gebildet hat wie bei den Osnabrücker Schulen, den die Stadt in den kommenden Jahren weiter beseitigen möchte. Investitionen in die Radinfrastruktur sind allein schon aus Klimaschutzgründen sinnvoll – wenn mehr Menschen aufs Rad steigen, entlastet aber auch das die Straßen. Und Kitas muss die Stadt bauen, da hat sie gar keine andere Wahl, da es derzeit erheblich zu wenige Betreuungsplätze gibt.

Es sind also kaum Luxusgüter, die sich Osnabrück in den nächsten Jahren leisten wird. Und selbst bei der anstehenden Theatersanierung, die rund 27 Millionen Euro verschlingen dürfte, gilt: Wann, wenn nicht jetzt?

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