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Nachwuchs für den Beruf begeistern Praxisbesuch in Surwold: Connemann spricht mit Physiotherapeuten

Von Jan-Hendrik Kuntze, Jan-Hendrik Kuntze | 19.01.2017, 09:33 Uhr

Während eines Besuchs der Surwolder Physiotherapiepraxis Ahornbad haben die CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und Roy Kühne über die Probleme des Berufsstandes gesprochen.

Wie diese aussehen, bezifferte Ahornbad-Inhaber Michael Jansen offen: „Die Mitarbeitersuche ist eine Katastrophe. Eigentlich sollten in dieser Praxis fünf Leute arbeiten. Wir sind aber vier und werden vielleicht in ein paar Wochen nur noch drei sein.“ Doch Connemann und ihr Parteikollege und Gesundheitspolitiker Kühne versprachen Abhilfe. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei bereits in erster Lesung vom Bundestag beraten worden. „Dabei wird das Einkommen der Physiotherapeuten von der Grundlohnsumme entkoppelt. Damit machen wir die Tür für Lohnverhandlungen vonseiten der Verbände offen“, so Kühne, der selbst Physiotherapeut ist. Somit wolle man die Motivation junger Menschen erhöhen, sich für den Beruf des Therapeuten zu entscheiden.

Ebenfalls plane man, die Freiheit der Physiotherapeuten bei der Behandlungsart auszubauen. So stehe ein Modellversuch in den Startlöchern, bei dem die Ärzte lediglich noch die Diagnose stellen, jedoch allein der Physiotherapeut aufgrund dieses Befundes entscheidet, wie er ihn behandeln will.

Connemann lobte Kühne für sein Engagement: „Er hat sich einem Feld gewidmet, das bisher verwaist war. Die Therapeuten sind oftmals die letzten in der Kette der medizinischen Versorgung, an die gedacht wird“.