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Anlieger um Verkehrssicherheit besorgt Durchgehendes Tempolimit auf der L51 gefordert

Von Hermann-Josef Tangen | 08.09.2011, 17:19 Uhr

„Muss denn erst etwas passieren, damit unser Anliegen Gehör findet?“, fragte eine junge Mutter und hielt ihre beiden Kinder fest an den Händen. Zusammen mit zahlreichen Anwohnern der Hauptstraße in Surwold hatte sie Bürgermeister Wilhelm Grote eine Unterschriftenliste überreicht, um der Forderung nach einer durchgängigen Geschwindigkeitsreduzierung auf der viel befahrenen Landesstraße 51 zwischen Börgerwald und Börgermoor Nachdruck zu verleihen.

Mehr als 90 Namen von Straßenanliegern stehen auf der Liste der Interessengemeinschaft um Franz Höffker und Karl-Heinz Többen. Die Hauptforderung lautet: eine Anpassung der Höchstgeschwindigkeit in zwei Teilbereichen von derzeit 100 auf 70 Kilometer pro Stunde. Für die Anwohner ist es nicht nachvollziehbar, warum die Behörden trotz der fast durchgehenden Bebauung zwischen den Ortsteilen das Tempolimit in zwei zusammen etwa zwei Kilometer langen Abschnitten der Hauptstraße aufheben.

„Es ist nicht nur paradox, sondern dürfte in weitem Umkreis einmalig sein, dass man behördlicherseits ausgerechnet vor dem Abbiegebereich zum Gewerbegebiet die Autofahrer zum Gasgeben auffordert“, empörte sich Karl-Heinz Többen. Da sich zudem der Fahrradweg jenseits der Hauptstraße am Kanal und nicht an der sicheren Häuserseite befinde, erhöhe sich das Risiko für Schulkinder und ältere Mitbürger auf ein inakzeptables Maß.

Stellvertretend für den Gemeinderat lobte der scheidende Bürgermeister Grote die Initiative und versicherte, dass die Gemeinde diese Forderung ohne Wenn und Aber mittrage. In der Vergangenheit seien bereits Gespräche mit dem zuständigen Landesbauamt geführt worden, zuletzt vor einem Jahr, nachdem eine Verkehrszählung einen Wert von rund 4700 Fahrzeugen pro Tag ergeben habe.

Eine durchgängige Geschwindigkeitsreduzierung, wie es sie beispielsweise auf der Verlängerung der Landesstraße nördlich des Küstenkanals in Richtung Papenburg gebe, werde von der Behörde unter Hinweis auf eine damit verbundene Behinderung des Verkehrsflusses jedoch abgelehnt, bedauerte Grote.

Er hoffe sehr, dass die jetzige Initiative der Anlieger Erfolg habe. Besonders vor dem Hintergrund der mit dem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen steigenden Gefahr für die Kinder. Er sicherte den Vertretern die volle Unterstützung von Rat und Verwaltung zu.

Eine positive Nachricht in Sachen kommunaler Verkehrspolitik konnte Grote aber überbringen: Das Straßenbauamt habe den Antrag der Gemeinde Surwold bewilligt, die Kreuzungsbereiche Schulstraße/Hauptstraße und Kanalplaatzen/ Hauptstraße auszubauen.

Im Zuge der Dorferneuerungsmaßnahmen soll nun in Kürze mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im Bereich Schulstraße wird eine Verkehrsinsel mit Fußgängerampel für mehr Sicherheit sorgen, der Verkehrsknotenpunkt Kanalplaatzen soll künftig auch für Linksabbieger passierbar sein. „Vielleicht erhalten wir hier dann sogar die Genehmigung für eine weitere Lichtzeichenanlage“, so Grote.