Erweiterung der touristischen Angebote Naturpark Hümmling will Naturparkplan entwickeln

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Der Naturpark Hümmling (NPH) bietet eine vielfältige Natur, nicht nur rund um die Gemeinde Börger, die auf diesem Bild unten zu sehen ist. Der NPH plant in diesem Jahr die Entwicklung eines Naturparkplans und die Erweiterung des touristischen Angebots. Symbolfoto: Andreas SchüringDer Naturpark Hümmling (NPH) bietet eine vielfältige Natur, nicht nur rund um die Gemeinde Börger, die auf diesem Bild unten zu sehen ist. Der NPH plant in diesem Jahr die Entwicklung eines Naturparkplans und die Erweiterung des touristischen Angebots. Symbolfoto: Andreas Schüring

Meppen. Der Naturpark Hümmling (NPH) hat auf seiner Mitgliederversammlung in Meppen die Projekte für das kommende Jahr vorgestellt. Die Entwicklung eines Naturparkplans steht dabei im Mittelpunkt. Außerdem sollen zahlreiche touristische Angebote erweitert werden.

Der Naturparkplan ist ein langfristig angelegtes Entwicklungskonzept für den gesamten Raum mit einem ausführlichen Maßnahmenplan. „Der Plan öffnet Türen für Fördergelder“, sagte NPH-Geschäftsführer Uwe Carli. Deshalb sei es das wichtigste Projekt in diesem Jahr. Es müsse ein Konzept mit Leitbild, Zielen, Handlungsfelder und Projekten entwickelt werden. Nach Angaben von Carli umfassen die Arbeitsschritte die Analyse der aktuellen Situation, das Aufstellen des Leitbildes und der Entwicklungsziele, die Maßnahmenplanung sowie die Präsentation.

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Das Projekt soll im Mai starten und bis Ende März 2018 fertiggestellt sein. Die Kosten sind mit 59.000 Euro angegeben. Davon sollen 60 Prozent durch LEADER-Förderung Hümmling und Hasetal finanziert werden, der Rest wird vom NPH und dem Landkreis Emsland co-finanziert. Die Lokale Aktionsgruppe Hümmling hat bereits beschlossen, den Naturparkplan mit knapp 25.300 Euro zu fördern.

Zusätzlich zum Naturparkplan soll nach dem Muster des Internationalen Naturpark Moor ein dezentrales Besucherlenkungskonzept erarbeitet werden, um vorhandene Museen und Infostellen im NPH-Gebiet mit entsprechenden Zusatzangeboten auszustatten und als offizielle NPH-Anlaufstellen zu kennzeichnen.

Ausbau des touristischen Angebots

Ein weiterer Schwerpunkt im kommenden Jahr ist die Angebotsentwicklung. „Das ist das Herzstück unserer Arbeit“, sagte Carli. Zunächst stehen die touristischen Angebote im Vordergrund. Die Ausbildung der Naturparkführer, die bereits im letzten Jahr begonnen hat, soll fortgeführt werden. Von April bis Oktober wird es jeden ersten Sonntag im Monat für vier Euro pro Teilnehmer eine öffentliche Führung geben. Die genauen Informationen werden in einem neuen Prospekt, das ab März verteilt werden soll, veröffentlicht. Eine Internetpräsenz soll im Herbst freigeschaltet werden.

Des Weiteren wird der Fahrrad-Rundkurs „Hümmling-Route“ bis Ende April erweitert und angepasst, damit alle NPH-Gemeinden angebunden werden. Die Strecke verlängert sich damit von rund 170 auf 230 Kilometer. Für die Routenanpassung, eine neue Radwanderkarte und die Überarbeitung der Infotafeln fallen Kosten von etwa 25.000 Euro an. Auch die 300 Kilometer lange „Emsland Route“ soll weiterentwickelt werden. Hierfür wurden Fördermittel bewilligt.

Da das Wandern nach Angaben von Carli in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt hätte, es in der Region bisher aber kaum Angebote gäbe, wird auch in diese Freizeitaktivität investiert. Ziel ist die Ausweisung von fünf bis zehn Kilometer langen Themenwegen bis zur Saison 2018.

Überschuss sinnvoll investieren

Während der Mitgliederversammlung ist außerdem der Haushaltsplan 2017 beschlossen worden. Der NPH erzielte im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 54.000 Euro, daher wurde der Haushalt für 2017 angepasst. „Das, was wir gespart haben, werden wir dieses Jahr sinnvoll ausgeben“, sagte Carli. Diese Mittel sollen nach Angaben des Geschäftsführers in den Naturparkplan, die dezentralen Anlaufstellen, die „Hümmling-Route“ und in die Erstellung eines Informations- und Kommunikationskonzeptes fließen.

Der NPH startet mit der Umsetzung der Projekte, obwohl noch immer zwei Sammelklagen mehrerer Privatpersonen vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) gegen die Ausweisung von Waldgebieten als Landschaftsschutzgebiet laufen. Das bestätigte die Pressesprecherin des Gerichtes in Lüneburg, Michaela Obelode, auf Anfrage. „Ein Termin zur mündlichen Verhandlung ist derzeit noch nicht absehbar“, so Obelode.

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