Generalversammlung in Surwold Genossenschaft kämpft mit fallendem Preisniveau

Die Genossenschaftler und Partner haben auf das Jahr 2015 zurückgeblickt: (von links) Stephan Bruns, Bernd Terhalle, Heinrich Voet, Florian Kröger, Stefan Reinke, Johannes Kreutzjans, Erwin Grote und Hannes Stubbe. Foto: Dirk HellmersDie Genossenschaftler und Partner haben auf das Jahr 2015 zurückgeblickt: (von links) Stephan Bruns, Bernd Terhalle, Heinrich Voet, Florian Kröger, Stefan Reinke, Johannes Kreutzjans, Erwin Grote und Hannes Stubbe. Foto: Dirk Hellmers

Surwold. Ein Jahr mit zwei großen Meilensteinen liegt hinter der Raiffeisen-Warengenossenschaft in Surwold: Das 100-jährige Jubiläum wurde gefeiert und zudem der Umzug in den neuen Markt vollzogen.

Stefan Reinke vom Genossenschaftsverband Weser-Ems lobte auf der Generalversammlung die positive Entwicklung in der Branche. „Das ist gegen den Trend“, so Reinke. Grund dafür sei das gute Wirtschaften. Das Eigenkapital ist auf 1.271.940,61 Euro angewachsen, aber aufgrund des Neubaus ist die Eigenkapitalquote geschrumpft.

„32 Prozent ist aber kein schlechter Wert“, betonte Reinke. Details über das Geschäftsjahr 2015 verriet Geschäftsführer Hannes Stubbe. Die Umsatzerlöse sind leicht um 0,1 Prozent auf 11,674 Millionen Euro gestiegen. Zu kämpfen hatte die Genossenschaft mit einem Rückgang des Preisniveaus. Obwohl beispielsweise mit 29.000 Tonnen etwas mehr Futtermittel umgesetzt wurde, ging dort der Umsatz leicht zurück auf 8,1 Millionen Euro.

Über die wirtschaftlichen Marktbedingungen beklagte sich Bernd Terhalle von der Erzeugergemeinschaft Hümmling (EZG). „Die niedrigen Milchpreise haben bewirkt, dass viele Schlachtkühe auf den Markt kamen.“ Dadurch sei die Konkurrenz auf dem Markt recht groß gewesen.Teilweise sei der Kilopreis drastisch auf 2,60 Euro gesunken.

Gebessert habe sich der Preis bei den Schweinen. Nachdem viele Halter ausgestiegen seien, ist der Preis seit Frühjahr auf einem „auskömmlichen Niveau“. Sorgen bereite ihm auch, dass es im Lebensmitteleinzelhandel immer weniger Konkurrenz gebe und sich durch die großen Ketten der Druck auf die Landwirte stark erhöhe.

Weiter erklärte Terhalle, dass Landwirte mehr Rücksicht auf die Fahrer der Tiertransporte nehmen sollten. Es gebe mehr Kontrollen und die Fahrer könnten bei wiederholten Verstößen am Ende ihre Lizenz verlieren.

Erwin Grote wurde als Aufsichtsratsvorsitzender von der Versammlung einstimmig bestätigt und Johannes Kreutzjans ist wieder in den Vorstand gewählt worden.


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