Heimatverein ehrt Familie Thomes Esterweger Familie spricht in drei Generationen Platt

Von Jennifer Kemker

In drei Generationen spricht Familie Thomes aus Esterwegen Plattdeutsch und wurde vom Heimatverein dafür ausgezeichnet. Foto: Jennifer KemkerIn drei Generationen spricht Familie Thomes aus Esterwegen Plattdeutsch und wurde vom Heimatverein dafür ausgezeichnet. Foto: Jennifer Kemker

Hilkenbrook. Der Heimatverein Aschendorf-Hümmling hat während der Generalversammlung im Heimathaus Hilkenbrook Familie Thomes aus Esterwegen im Rahmen des Plattdeutschen Jahres geehrt. Sie sprechen generationsübergreifend Platt.

„Von der Oma bis zum Enkel sprechen alle Familienmitglieder heute noch Plattdeutsch“, sagte der Vorsitzende, Karl-Heinz Weber. „Dabei handelt es sich nicht nur um das Esterweger Platt, sondern auch um Einflüsse aus dem Saterland.“

Als Schwerpunkt des vergangenen Geschäftsjahres betonte Geschäftsführer Hans Albers den sechsten Tag der Heimatvereine in Hilkenbrook. Nach seinen Worten präsentierten sich dort zahlreiche Heimatvereine aus dem nördlichen Emsland. „Sie zeigten, wie interessant und vielfältig sich die Arbeit in den einzelnen Vereinen darstellen kann“, so Albers.

Plattdeutsches Jahr als zentrales Thema

Ein weiteres Highlight sei die seltene Ehrung von Thekla Brinker gewesen, dir für ihre herausragende Vereinsarbeit und die besondere Pflege der plattdeutschen Sprache mit der Heimatplakette ausgezeichnet. Darüber hinaus berichtete Albers, dass sich im März der Heimatverein Lathen-Wahn gegründet hat. Mit 34 Bürgern aus den Ortschaften sei der Verein auch hinsichtlich des 75-jährigen Jubiläums ins Leben gerufen worden.

Ein zentrales Thema sei auch das Plattdeutsche Jahr gewesen. „Durchweg hat man gemerkt, dass die plattdeutsche Sprache Menschen unterschiedlichen Alters interessiert“, sagte Albers. Auch in den kommenden Jahren sollen die Vereine den Gedanken der Spracherhaltung nicht vergessen. „Ursprünglich sind die Heimatvereine gegründet worden, um die Bauwerke in den Gemeinden vor dem Verfall zu bewahren“,  erklärte Geschäftsführer Albers. „Wenn man sich die Mühlen und Gebäude heute anschaut, ist das auch gelungen.“

Arbeiten an Mühlen

Die Hauptarbeit des Heimatvereins Wippingen spielt sich laut Albers rum um die Mühle ab. Sie präge zusammen mit der Kirche das Wippinger Ortsbild und sei Veranstaltungsort für zahlreiche Feste. An der Hüvener Mühle ist laut Albers mit einer Aufwendung von 68.000 Euro im Mühlenumfeld ein naturnahes Biotop mit einem Teich und Informationstafeln zur Verbesserung des touristischen Angebotes entstanden. Im Rahmen eines Vorkaufsrechts habe sich der Heimatverein das Hilter Mühlengrundstück für 14.500 Euro sichern können.


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