Polizeikommissar berät Esterwegen: Tipps vom Fachmann gegen Einbrecher

Von Jan-Hendrik Kuntze

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Die Sicherung eines Fensters gegen Einbrecher erklärte Dieter Rothlübbers den Besuchern anschaulich. Foto: Jan-Hendrik KuntzeDie Sicherung eines Fensters gegen Einbrecher erklärte Dieter Rothlübbers den Besuchern anschaulich. Foto: Jan-Hendrik Kuntze

Esterwegen. Die Einbruchszahlen steigen und die Aufklärungsquoten sind gering – auch im Emsland. Doch nicht nur das lernten die Besucher eines Vortrages der Volkshochschule, bei dem der Polizeikommissar Dieter Rothlübbers in Esterwegen Tipps gab. Sein wichtigster war: Die wirksamste Waffe gegen Einbrecher ist Vorbeugung.

Ein Bewusstsein zu schaffen für die Schwachstellen in den eigenen vier Wänden - diese Aufgabe hatte sich Rothlübbers für den Abend im Esterweger Schulzentrum gestellt. Dabei galt es zunächst einmal, bestehende Vorurteile zu widerlegen. So seien Einstellungen wie „Bei mir gibt es nichts zu holen“ oder „Wenn die Täter nur wollen, kommen sie sowieso überall rein“ schlichtweg nicht richtig. „Die Täter erwarten keinen Picasso bei Ihnen. Mit ein bisschen Schmuck und Bargeld sind viele schon zufrieden“, so der Polizeikommissar. Und auch die zweite Aussage sei nicht ganz richtig. „Zumeist müssen Fenster und Türen einen Angriff von drei bis fünf Minuten aushalten. Ist der Einbruchsversuch bis dahin erfolglos, brechen die Täter zumeist ab“, weiß der Polizist.

Wichtig: Fenster und Türen sichern

Die mechanische Sicherung von Fenstern und Türen sei dabei das wichtigste Instrument. So würden abschließbare Fenstergriffe und sogenannte Pilzkopfverriegelungen die gängigsten Einbruchsversuche bereits verhindern. Auch an Eingangstüren könnten Zusatzriegel und Türspaltsperren schon viel Ungemach verhindern, so der Experte. Weitere Maßnahmen wie den Einbau Überwachungskameras oder einer Alarmanlage seien hingegen zweitrangig. In dem Falle, wo beides gegeneinander abgewogen werden müsse – zum Beispiel aus finanziellen Gründen – habe die mechanische Sicherung Vorrang. Bewährtes Mittel zur Verhinderung eines Einbruchs sei nach wie vor das Simulieren von Anwesenheit, die sich durch brennendes Licht oder einen eingeschalteten Fernseher suggerieren lässt.

Laut Rothlübbers werden sich angesichts immer mobilerer und zusehends internationaler Tätergruppen steigende Einbruchsversuche kaum abwenden lassen. Deshalb sei Vorbeugung umso wichtiger, auch wenn die statistische Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, nach wie vor gering ist.


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