20 Prozent mehr Besucher Deutlich mehr Gäste in Esterweger Gedenkstätte


Esterwegen. Mehr als 13000 Menschen kamen in diesem Jahr bislang in die Gedenkstätte Esterwegen. Das teilte die Kreisarchäologin Andrea Kaltofen den Abgeordneten auf der Kreistagsfahrt mit.

Die starke Zunahme an Gästen sei untypisch für Museen und Ausstellungen, sagte Kaltofen. Erfreulich sei auch die hohe Zahl an Schulklassen, die in den ersten Monaten dieses Jahres den Weg nach Esterwegen gesucht hätten. Auch hier sei bei bislang 270 Klassen eine Zunahme festzustellen.

Bei traumhaftem Wetter hatten nahezu alle 66 Kreistagsmitglieder am Freitag an der Kreistagsfahrt teilgenommen. Begonnen wurde auf Schloss Clemenswerth in Sögel. Dort berichtete Kaltofen über die anstehende Sanierung des Rundwegs zwischen den Pavillons. Hier werden, wie berichtet, vom Landkreis, der VGH-Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gut 620000 Euro in die Ertüchtigung der Wege investiert .

Bis Ostern soll die Sanierung, die nach Aussagen des Landkreises und der Stiftung Denkmalschutz alternativlos ist, fertig sein. Damit das Schloss auch für Rollstuhlfahrer erreichbar bleibt, werden Querungshilfen installiert. Auch zwei neue Behindertenparkplätze wurden bereits gebaut.

Einem Abstecher am Raddesee mit dem Klimaschutzwald in Sögel – ebenfalls ein vom Landkreis mitfinanziertes Projekt – folgte die Fahrt nach Werpeloh. Dort präsentierte die Dorfgemeinschaft den Kreistagsabgeordneten ihren neugestalteten Dorfplatz mit dem Mehrgenerationenhaus . Bürgermeister Johann Geerswilken und weitere aktive Gemeindemitglieder zeigten das Ensemble, das aus der Grundschule, der Kindertagesstätte, dem Gemeinde- und Feuerwehrhaus sowie dem Batakhaus, ein Pfahlhaus aus Indonesien, das seit 1978 in Werpeloh steht, besteht. Ein Besuch in der 1971 erbauten Rundkirche schloss den Rundgang ab. Hier wies Geerswilken auf den Kirchenvorplatz hin, der seiner Meinung nach noch verschönerungsbedürftig sei. Vielleicht seien ja Mittel in der neuen Leader-Förderperiode dafür möglich, sagte der Bürgermeister, bevor die Gäste wieder im Bus verschwanden. Ihr nächstes Ziel war der Moorlehrpfad, dem sich direkt der Gang durch die Gedenkstätte anschloss. Neben den Außenanlagen schauten sich die Kreistagsabgeordneten auch die Ausstellung im Informationszentrum an.

Nach der Mittagspause stellte Karl-Heinz Eilers vom Arbeitskreis „Wir für euch“ mit „Alt werden in Vrees“ ein Gemeinschaftsprojekt im Hümmlingdorf mit den 1000 Eichen vor. In Richtung Süden ging die Fahrt weiter – mit Besuchen der Waldbühne in Ahmsen und des Naturkundehauses in Lähden. Zum Abschluss gab es eine Firmenbesichtigung der Hänsch Holding in Herzlake.


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