Aktion mit Schulen wird wiederholt Heimatverein Surwold hilft Flüchtlingen

Von Hermann-Josef Tangen

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Der Vorstand des Heimatvereins Surwold ehrte Benedikt Wessels (3. von links) für zehnjährige Mitgliedschaft. Das Bild zeigt (von links) Manfred Kelch, Martin Walker, Benedikt Wessels, Albert Lückenjans, Reinhold Grote, Werner Überwasser und Otto Lanfermann. Foto: TangenDer Vorstand des Heimatvereins Surwold ehrte Benedikt Wessels (3. von links) für zehnjährige Mitgliedschaft. Das Bild zeigt (von links) Manfred Kelch, Martin Walker, Benedikt Wessels, Albert Lückenjans, Reinhold Grote, Werner Überwasser und Otto Lanfermann. Foto: Tangen

Surwold. Für die bis zum Frühjahr geplante Fertigstellung der überdachten Sitzecke beim Heimathaus und für das Instandsetzen alter Gerätschaften sucht der Heimatverein Surwold dringend weitere Helfer. Mit diesem Appell richtete sich der Vereinsvorsitzende Reinhold Grote an die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung.

In seinem Rückblick erinnerte Grote unter anderem an die Durchführung von wiederkehrenden Angeboten wie ein Doppelkopfturnier, das Osterfeuer, Wanderungen und den Seniorennachmittag. Die Heimatfreunde hätten sich aber auch vereinsübergreifend eingebracht. Als Beispiel nannte Grote den Kartoffelanbau mit Unterstützung durch Kinder der Grundschulen Börgermoor und Börgerwald. „Das kam super an und wird in diesem Jahr wiederholt“, versprach er.

Dank des tatkräftigen Einsatzes der Mitglieder konnte die Hofeinfahrt zur Scheune beim Heimathaus fertiggestellt werden. Sorge bereitet den Mitgliedern hingegen der allmähliche Verfall des nach wie vor bewohnten Hauptgebäudes, aus dem kürzlich der Teil einer Seitenwand herausgebrochen ist. Hier gebe es jedoch keine Möglichkeit für den Verein zu handeln, bedauerte Grote.

Als wichtigste Aufgaben nannte er die Pflege alten Brauchtums, das man besonders mit Blick auf jüngere Menschen dort wiederaufleben lassen müsse, wo es in Vergessenheit zu geraten drohe. Dazu zähle er auch den Bau und die Überreichung von Tunscheren an verdiente Personen. Das diesjährige Kunstwerk war Hermann Gerdes überreicht worden, der sich jahrelang in besonderer Weise für den 1993 gegründeten Verein verdient gemacht hat.

Als Erfolg wertete Luise Grote als Vertreterin der Theatergruppe die zurückliegende Theatersaison. Der Schwank „Spökelkram in’t Rathus“ habe viele Besucher angelockt. Die letzte Aufführung sei sogar restlos ausverkauft gewesen. Gesucht würden weitere männliche Darsteller. „Wir sind zufrieden“, resümierte Benedikt Wessels für den Oldtimerklub. Im letzten Jahr seien ein Deutz D30 und diverse landwirtschaftliche Geräte restauriert worden. Zudem habe man den Verein bei zahlreichen Oldtimertreffen, Ausstellungen und Ausfahrten vertreten. Mit Urkunden für zehnjährige Mitgliedschaft zeichnete der Vorstand Erwin Weymann, Karl-Gerd Ruhe, Klaus und Renate Gerdes, Clemens Hanenkamp, Manuela Lohmann und Benedikt Wessels aus.

Lob für den Heimatverein gab es von Bürgermeisterin Andrea Schmidt. Als herausragend bezeichnete sie die Ferienpassaktionen und den jährlichen Tag im Wald, an dem der Verein die Erstklässler der Gemeinde an die Natur und die Geschichte Surwolds heranführe.

Ihre Anregung, die in Surwold untergebrachten Flüchtlinge aus Syrien „an die Hand zu nehmen“, wurde positiv aufgenommen. Um ein Zeichen für ihre Solidarität zu setzen und um die Integration der Flüchtlinge zu fördern, wollen sich die aktiven Vereinsmitglieder ihrer annehmen und sie beispielsweise beim Restaurieren historischer landwirtschaftlicher Fahrzeuge einbinden. Auf die Frage, ob jemand für die zugereisten Familien ein Fahrrad entbehren könne, erhielt die Bürgermeisterin spontan zwei Zusagen aus den Reihen der Anwesenden.


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