Telekom investiert 167000 Euro Esterweger Breitbandnetz ausgebaut

Gaben das schnelle Internet zwischen der Esterweger Hauptstraße und dem neuen Gewerbegebiet am Küstenkanal frei: Hans-Werner Barkemeyer, Klaus Karneth, Stefan Eichhorn und Christoph Hüntelmann (von links). Foto: Jürgen EdenGaben das schnelle Internet zwischen der Esterweger Hauptstraße und dem neuen Gewerbegebiet am Küstenkanal frei: Hans-Werner Barkemeyer, Klaus Karneth, Stefan Eichhorn und Christoph Hüntelmann (von links). Foto: Jürgen Eden

Esterwegen. Die Erschließung des Esterweger Gewerbeparks zwischen der Bundesstraße (B) 401 und dem Küstenkanal hat zwei weitere wichtige Hürden genommen: Die Lade- und Löschstelle ist nun fertiggestellt worden, und die Deutsche Telekom installierte für rund 167000 Euro aus EU-, Kreis- und Gemeindemitteln an drei Standorten mehrere technische Einrichtungen für schnelle Internetverbindungen.

Obwohl die Förderung eigentlich für Unternehmen eingerichtet wurde, profitieren auch Privatkunden. Aus wirtschaftlichen Gründen wäre die Erschließung für den Netzbetreiber und Telefonanbieter bisher uninteressant gewesen. Am deutlichsten wurde diese Sichtweise, als Hans-Werner Barkemeyer von der Deutschen Telekom an der Bockhorster Straße einen Schaltschrank öffnete, in dem nur etwa zehn Anschlusskabel auf Sockelleisten verdrahtet wurden. Zwei weitere Kästen befinden sich in Höhe der Kreuzung Hinterm Berg und am Schießstand an der Hauptstraße. Auch dort gestaltet sich die Situation zurzeit ähnlich.

Mehr als 100 Anschlüsse sind künftig für das schnelle Abrufen und Senden von Daten möglich. Denn entlang dieser Trasse erstreckt sich das neue Versorgungsgebiet. Klaus Karneth, Beauftragter für den Breitbandausbau in Niedersachsen, versicherte, dass in dem neu erschlossenen Bereich rund 70 Prozent der künftigen Kunden mit Bandbreiten zwischen 28 und 51 Megabit pro Sekunde surfen können.

„Das ist eine super Sache, denn schnelles Internet ist heute ein wichtiger Standortfaktor“, sagt Gemeindedirektor Stefan Eichhorn. Auf den Weg gebracht hatte das Vorhaben sein Stellvertreter Christoph Hüntelmann: „Wir freuen uns, denn wir haben jetzt eine neue Auffahrt zur Datenautobahn. Damit wird unsere Gemeinde als Arbeits- und Wohnort noch attraktiver“, so Hüntelmann.

Während der Gespräche mit den beiden ersten Investoren für den neuen Gewerbepark am Küstenkanal wurde nach seinen Worten deutlich, dass die schnellen Verbindungen für den Austausch von hochauflösenden und sehr datenreichen Dokumenten dringend benötigt werden. Bei der Erschließung von Unternehmen besteht die Fördermöglichkeit über das europäische EFRE-Programm, das sich in diesem Fall mit 50 Prozent an der Deckungslücke beteiligte. Der Landkreis Emsland und die Gemeinde übernehmen die andere Hälfte der Kosten. Damit war die sogenannte Ausbaukooperation mit der Deutschen Telekom nach einer entsprechenden Ausschreibung möglich.

Rein theoretisch könnten auch Kunden anderer Telefongesellschaften von dem neuen Angebot profitieren. Denn die Netzbetreiber, hier die Deutsche Telekom, sind grundsätzlich verpflichtet, die Infrastruktur diskriminierungsfrei, also für alle Telefonanbieter gegen eine von der Bundesnetzagentur festgeschriebene Gebühr bereitzustellen. Derzeit gibt es nach Angaben der Deutschen Telekom jedoch keine weiteren Telefonanbieter, die dieses neue Netz für eigene Angebote nutzen.

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