Neuer Heim- und Gartenmarkt Raiffeisen Surwold investiert 750000 Euro

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RWG-Geschäftsführer Hannes Stubbe stellte am Montag die Zeitpläne für den Neubau und Abriss der bisherigen Objekte vor. Für ein Jahr wird die RWG im angemieteten Haus der Firma Papen zu finden sein. Foto: Jürgen EdenRWG-Geschäftsführer Hannes Stubbe stellte am Montag die Zeitpläne für den Neubau und Abriss der bisherigen Objekte vor. Für ein Jahr wird die RWG im angemieteten Haus der Firma Papen zu finden sein. Foto: Jürgen Eden

Surwold. Rund 750000 Euro nimmt die Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Surwold in die Hand, um einen neuen Heim- und Gartenmarkt sowie ein neues Verwaltungsgebäude zu errichten. Das alte Gebäude ist aufgrund der Bodenverhältnisse abgängig und wird abgerissen. Derzeit werden Mobiliar und Waren in die Nachbarhalle des Unternehmens Papen geräumt, das für die kommenden zwölf Monate als vorläufiges Quartier dienen soll. Die Fertigstellung des Neubaus wird zum Ende des kommenden Jahres angepeilt, denn im Jahr 2016 feiert die RWG ihren 100. Gründungstag.

Nach den derzeitigen Planungen wird ein rund 350 Quadratmeter großer Heim- und Gartenmarkt an gleicher Stelle mit großen Glasflächen errichtet. Der Plan umfasst aber auch die Errichtung eines zweigeschossigen Verwaltungsgebäudes. Auf den rund 280 Quadratmetern Nutzfläche des neuen Verwaltungsdomizils sind Büroräume, Sanitär- und Sozialräume sowie ein großer Sitzungsraum geplant.

Der Zeitplan ist straff: Am Wochenende soll der Umzug in das Provisorium abgeschlossen werden. Sämtliche Waren werden in die benachbarte Halle verlagert. Die Mitarbeiter finden in drei Bürocontainern Platz, die bereits in der Halle aufgestellt wurden. Ab Montag, 17. November, startet dort der Geschäftsbetrieb.

Bereits ausgekoffert wurde die neue Fläche für die Waage, die um rund 20 Meter nach hinten versetzt wird. Damit wird einerseits neuer Parkraum geschaffen. Andererseits entzerrt das auch die anspannte Situation während der Erntezeit.

Dann soll die Abrissbirne über dem bisherigen Objekt kreisen, das in den 1950er-Jahren errichtet wurde. Spielt die Witterung mit, beginnen die Bauarbeiter Mitte Dezember mit der Gründung des Neubaus. 42 Pfähle mit einer Stärke von 50 Zentimetern werden dazu rund sieben Meter in die Tiefe gebohrt. Darauf wird anschließend die Bodenplatte für den Fachmarkt und das Verwaltungsgebäude errichtet.

„Die schwierigen Bodenverhältnisse sind ursächlich für den Neubau“, sagt RWG-Geschäftsführer Hannes Stubbe. Denn der Raum Nordhümmling war von Mooren umgeben. So ist es nicht verwunderlich, dass der Altbau damals mit bescheidenen Mitteln auf einem Moorboden errichtet wurde. Torf ist dort teilweise in einer Tiefe von bis zu 1,50 Metern zu finden. Aufgrund des schwachen Untergrunds ist das alte Gebäude an mehreren Stellen derart gesackt, das mittelfristig sogar ein Einsturz drohen könnte. Entsprechende Anzeichen sind an vielen Stellen des bisherigen Fachmarktes am Innenmauerwerk sowie an den Bodenfliesen deutlich sichtbar.

Auch die Dächer sind dringend sanierungsbedürftig. Aber auch energetische Gründe sowie strategische Überlegungen spielen beim Neubau eine Rolle. „Wir müssen an die regionale Standortsicherung denken“, so Stubbe weiter. Mit dem neuen Heim- und Gartenmarkt soll die Nahversorgung verbessert werden. Damit wird auch auf die Erschließung neuer Kunden gesetzt. Bereits im Jahr 2010 hatte die RWG im rückwärtigen Bereich eine neue Lagerhalle errichtet.

Die Zeichen stehen bei der RWG auf Wachstum. Im Jahr 2012 wurden 12,2 Millionen Euro umgesetzt. Das war gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,7 Prozent. In der RWG sind rund 100 Mitglieder organisiert.


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